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Für Rohrleitungen mit hohen Temperaturen und hohem Druck werden die Materialien 15CrMo und 12CrMoV verwendet. Muss nach der Montage die Schweißnaht mit Säure gereinigt und passiviert werden?
Der Standard ist nicht in der Hand, aber er sollte wohl nicht benötigt werden. Das genannte Chrom-Molybdän-Stahl ist hauptsächlich ein hitzebeständiger Stahl; das Ätzen und Passivieren dient in der Regel als Korrosionsschutzmaßnahme.
Was oben gesagt wurde, stimmt: Die Säurebehandlung zur Passivierung dient dem Edelstahlmaterial – sie soll eine Passivierschicht auf der Oberfläche des Edelstahls erzeugen, um das Material selbst zu schützen. Bezieht sich das von dem Threadersteller erwähnte Ätzen auf die Entfernung von Rost und Oxidschicht von der Stahloberfläche mittels Ätzen? Da das Ätzen zur Beseitigung der Oxidschicht bei Chrom-Molybdän-Stählen nicht geeignet ist, führt es oft zu einer Erhöhung des Wasserstoffgehalts im Stahl – was wiederum zu Wasserstoffsprödigkeit führen kann. Deshalb wird empfohlen, statt des Ätzens andere Methoden zur Entfernung der Rostschicht von der Stahloberfläche zu verwenden.
Die Außenseite der Schweißverbindungen muss nicht mit Säure behandelt oder passiviert werden. Wenn Ihre Dampfleitungen zu antriebsbehafteten Geräten wie Dampfturbinen führen, müssen diese vor der Inbetriebnahme entlüftet und auf ihre Dichtheit überprüft werden. Nach der Dampfreinigung kann, um die Reinigungszeit zu verkürzen, zunächst eine Säurereinigung im Inneren der Rohrleitungen durchgeführt werden.