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Prinzipien der Unfallprävention

2016-07-01View Original

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1.jpg Um Unfälle zu verhindern, muss man zunächst die Prinzipien ihrer Entstehung und Kontrolle verstehen – also die Prinzipien der Unfallprävention.   Das sogenannte Prinzip der Unfallprävention ist im Wesentlichen ein theoretisches System, das erklärt, wie Unfälle entstehen, warum sie auftreten und wie Maßnahmen ergriffen werden können, um Unfälle zu verhindern. Es untersucht Unfallereignisse als Forschungsgegenstand und befasst sich mit den Ursachen von Unfällen sowie deren Wechselwirkungen sowie mit der Kontrolle dieser Ursachenfaktoren.   Bei konkreten technischen Maßnahmen zur Unfallprävention müssen im Allgemeinen die folgenden technischen Prinzipien beachtet werden.   (1) Das Prinzip der Beseitigung potenzieller Gefahren bedeutet im Grunde genommen, die Ursachen für Unfälle auszuschalten. Das ist eine ideale, positive und fortschrittliche Maßnahme zur Unfallprävention. Der grundlegende Ansatz besteht darin, alte, unsichere Systeme und Verfahren durch neue Systeme, Technologien und Verfahren zu ersetzen, um so die Möglichkeit von Unfällen von vornherein auszuschließen. Zum Beispiel durch den Ersatz brennbarer Materialien mit nichtbrennbaren Materialien; durch den Einsatz von Zündrohren anstelle von Zündschnüren zur Auslösung; durch die Verbesserung von Maschinen und Geräten, um gefährliche Faktoren im Umgang mit Menschen sowie in der Arbeitsumgebung zu beseitigen, sowie durch die Reduzierung der Auswirkungen von Lärm und Schadstoffen auf den Menschen – so kann auf grundlegender Ebene eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung geschaffen werden.   (2) Prinzip der Verringerung der Werte potenzieller Gefahrenfaktoren: Wenn die Gefahr im System nicht beseitigt werden kann, soll das Ausmaß der Gefahr so weit wie möglich verringert werden. Dadurch werden die Folgen eines Unfalls im Falle eines Ausfalls auf ein Minimum beschränkt. Zum Beispiel werden bei Bohrgeräten doppelte Isoliermaßnahmen angewandt; Transformatoren werden verwendet, um die Spannung in den Schaltkreisen zu senken; in Hochdruckbehältern werden Sicherheitsventile sowie Entlastungsventile eingebaut, um das Auftreten von Gefahren zu verhindern.   (3) Prinzip der Redundanz: Dabei wird durch Maßnahmen wie mehrfache Absicherung und Backup-Systeme der Sicherheitsfaktor des Systems erhöht, um einen größeren Sicherheitspuffer zu schaffen. Maßnahmen wie die Reduzierung der Nennleistung in der Industrieproduktion; die Erhöhung der Steifigkeit von Stahlseilen; Doppeltriebwerke in Flugzeugsystemen; sowie die Einrichtung von Ersatzgeräten oder -anlagen im System.   (4) Prinzip der Abschaltung: Im System werden durch mechanische oder elektrische Interlocks bestimmter Bauelemente Sicherheitsbedingungen gewährleistet. Wie die Sicherheitsverriegelungen bei Präsmaschinen, Verriegelungsvorrichtungen für Türen und Eingänge in Metallschneidemaschinenräumen oder automatische Schutzschalter in den Stromkreisen.   (5) Prinzip der Energiebarriere: Zwischen Menschen, Gegenständen und Gefahrenquellen werden Barrieren errichtet, um zu verhindern, dass unerwünschte Energien auf den Körper und Gegenstände wirken. Dadurch wird die Sicherheit von Menschen und Geräten gewährleistet. Wie die Sicherheitsnetze bei Arbeiten in großen Höhen im Bauwesen oder der Sicherheitskern eines Reaktors, dienen sie alle als Schutzbarrieren.   (6) Prinzip der Entfernungsschutz: Wenn die schädlichen Auswirkungen von Gefahren- und Schadstoffquellen mit zunehmender Entfernung abnehmen, sollte man versuchen, einen möglichst großen Abstand zu diesen Quellen einzuhalten. Gefährdende Faktoren wie Schallquellen und Strahlungsquellen können mit diesem Prinzip in ihrem Schadenspotenzial verringert werden. Chemieanlagen, die in großer Entfernung von Wohngebieten errichtet werden, sowie die Kontrolle der Sicherheitsabstände bei Sprengarbeiten, sind Beispiele für dieses Konzept.   (7) Das Prinzip der Zeitbeschränkung besteht darin, die Dauer, für die eine Person einer Gefahr ausgesetzt ist oder an einem Ort mit schädlichen Faktoren verweilt, auf ein sichereres Niveau zu reduzieren. Beim Abbau radioaktiver Minerale oder bei Arbeiten, bei denen mit radioaktiven Stoffen gearbeitet wird, sollte die Arbeitszeit verkürzt werden. Die Sicherheitsstandards bezüglich Staub, Giftgasen und Lärm nehmen mit zunehmender Zeit der Arbeit in dieser Umgebung ab.   (8) Prinzip des schwachen Glieds: Dabei werden im System schwache Glieder eingeführt, um mit minimalen, lokalen Verlusten die Gesamt sicherheit des Systems zu gewährleisten. Wie z. B. Sicherungen in Schaltkreisen, Überhitzungsschutzventile in Kesseln, Explosionsschutzmembranen in Gasgeneratoren sowie Entlastungsventile in Druckbehältern. Sie verursachen Schäden bereits vor dem Auftreten einer Gefahrensituation, wodurch Energie freigesetzt oder blockiert wird, um die Sicherheit des gesamten Systems zu gewährleisten.   (9) Prinzip der Festigkeit: Dies ist eine Gegenmaßnahme zum Prinzip der Schwachstellen. Das bedeutet, die Sicherheit zu gewährleisten, indem man die Stärke des Systems erhöht. Zum Beispiel durch Erhöhung des Sicherheitsfaktors und Steigerung der Strukturfestigkeit.   (10) Prinzipien der persönlichen Schutzausrüstung: Je nach Art und Bedingungen der jeweiligen Tätigkeit müssen entsprechende Schutzmittel und Ausrüstungsgegenstände bereitgestellt werden. Passive Maßnahmen werden ergriffen, um den Schaden oder Verluste durch Unfälle und Katastrophen zu verringern.   (11) Prinzip der Ersetzung des Menschen durch Maschinen: Unter Bedingungen, in denen es nicht möglich ist, gefährliche oder schädliche Faktoren zu beseitigen oder unter Kontrolle zu bringen, werden Maschinen, Roboter oder automatische Steuerungen eingesetzt, um bestimmte Aufgaben des Menschen zu übernehmen. Dadurch wird verhindert, dass gefährliche und schädliche Faktoren dem Menschen Schaden zufügen.   (12) Prinzip der Warn- und Verbotsinformationen: Licht, Ton, Farbe oder andere Signale werden eingesetzt, um organisatorische und technische Informationen zu übermitteln und so die Sicherheit zu gewährleisten. Wie Plakate, Sicherheitszeichen, Tafelwarnungen usw.
Reply #22016-07-01
Gelernt! Danke für den Share, Pluspunkte...

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