Thread Content
Meine Freunde, ich möchte fragen: Während der Einstellphase des Abwassers oder im laufenden Betrieb kann es vorkommen, dass die Sauerstoffzufuhr über 4 mg/l liegt. Wenn alle anderen Parameter wie pH-Wert und SVI im normalen Bereich liegen, kann eine zu hohe Sauerstoffzufuhr dazu führen, dass die Bakterienklumpen zerfallen. Das zeigt sich dann darin, dass das Schlammmaterial beim Test der Sedimentationsfähigkeit fein zerkleinert ist – somit ist die Sedimentationsfähigkeit des Schlamms nicht gut Wenn die Sauerstoffzufuhr unzureichend ist, wird der Schlamm dann schwarz?
Wenn die Belüftungsmenge unzureichend ist, wird der Schlamm sicherlich schwarz. Die Belüftungsmenge hängt auch vom Verfahren ab: Im AO-Verfahren sollte der DO-Wert bei 2–4 mg/l liegen, im SBR-Verfahren bei 2–8 mg/l.
Ich denke, bei der Aktivschlammmethode geht es darum, ein Gleichgewicht zwischen dem Zulaufvolumen des Wassers, der Konzentration des Wassers, den Nährstoffen sowie der Belüftungsmenge aufrechtzuerhalten. Solange dieses Gleichgewicht gewahrt bleibt, ist alles in Ordnung – es darf nur keine Überoxidation auftreten. Bei der SBR-Methode ist das anders: Die organische Last ändert sich im Laufe der Belüftungszeit – sie wird zunächst größer und dann wieder kleiner. Wenn die Belüftungsmenge zu hoch ist, ist das für die Mikroorganismen nicht gut. Das gelöste Sauerstoff ist die Menge an Sauerstoff, die nach der Nutzung durch die Mikroorganismen übrig bleibt. Eine höhere Konzentration an gelöstem Sauerstoff beschleunigt die Reaktionsgeschwindigkeit. Solange es im Bioreaktor keine toten Zonen gibt und die Konzentration an gelöstem Sauerstoff ausreichend hoch ist, sollte der Schlamm nicht schwarz werden