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Die Hitze im Sommer in Wuhan ist anscheinend allgemein bekannt. Wie heiß ist es eigentlich? Wie heiß ist es? Wie unangenehm ist die Hitze? Die Menschen aus Wuhan drücken sich nicht so lebendig aus wie Auswärtige. Der berühmte Ökonom Herr Yu Guangyuan fragte mich: Ist es im Sommer in Wuhan heiß? Ich antwortete: Heiß. Herr Yu Guangyuan fragte: Wie heiß ist es? Ich antwortete: 42 Grad Celsius an Hitze, und das über mehrere Wochen hinweg. Herr Yu Guangyuan schüttelte lächelnd den Kopf und erzählte von folgendem Vorfall: Im Sommer des Jahres 1956 wurde Herr Yu Guangyuan eingeladen, in Wuhan einen Vortrag zu halten. In den drei Städten von Wuhan ist es in Wuchang etwas kühler. Dort gibt es den großen Donghu-See sowie Dutzende von Hochschulen. Die Campusanlagen sind außerdem grün gestaltet. Deshalb ist es in Wuchang kühler als in Hankou und Hanyang. Der Vortrag soll in Wuchang stattfinden. Zu dieser Zeit verfügten die großen Säle in der Regel weder über Klimaanlagen noch über viele Ventilatoren, und diese bliesen weiterhin heiße Luft aus. Deshalb fanden die Vorträge im Freien statt. Als es Zeit für den Vortrag war, sah Herr Yu Guangyuan, dass dieser im Schwimmbecken am Ostsee stattfand. Herr Yu Guangyuan saß am Rand des Schwimmbeckens und sprach. Die Zuhörer, eine riesige Menge, standen alle im Schwimmbecken. Die Zuhörer waren ganz in Ordnung – nur Herr Yu Guangyuan wurde dabei überhitzt. Herr Yu Guangyuan hat die ganze Welt bereist. Er ist inzwischen über achtzig Jahre alt. Die heißeste Temperatur, der er je ausgesetzt war, war die in Wuhan. Ein anderer Freund, ein Nordländer, wurde mitten im Sommer unglücklicherweise zu einem Geschäftsausflug nach Wuhan geschickt. Vor der Abreise hatte ich Angst vor der Hitze in Wuhan, also fragte ich Einheimische, wo es in Wuhan kühl wäre, um dort zu übernachten Man sagte ihm, dass er, falls er auf Geschäftsreise ist und sich kein teures Hotel leisten kann, am besten in einer Herberge am Ufer des Jangtseflusses übernachten sollte – dort ist es schließlich immer kühler. Ein Freund kam nach Wuhan und fand tatsächlich ein Gasthaus am Ufer des Jangtsekiang, um dort zu übernachten. Abends ist es wieder heiß und stickig. Kaum hat man sich hingelegt, entstehen schon Abdrücke im Gras – von dem Schweiß, der dort zurückbleibt. Der Ventilator wurde eingeschaltet – die heiße Luft verbrannte die Haut. Deshalb musste er wieder ausgeschaltet werden. Die ganze Nacht über litt ich unter großen Schmerzen. Am Abend des zweiten Tages war der Freund völlig erschöpft. Er ging zum Ufer des Jangtse-Flusses – dort saßen viele Menschen, die dort im Schatten ruhten. Auch er versuchte, dort zu sitzen. Doch es funktionierte nicht: Es war immer noch unerträglich heiß, und außerdem stachen ihn Mücken. In seiner Verzweiflung hatte der Freund eine geniale Idee: Er beschloss, im Jangtse-Fluss zu schlafen. Ein Freund holte ein Seil und befestigte es an seinem Gürtel. Eines der Enden des Seils wurde am Eisanker am Ufer festgebunden, das andere Ende um den eigenen Hals gelegt. Dann setzte man sich ins Wasser – nur die Nasenlöcher blieben über der Wasseroberfläche, damit man atmen konnte. So konnte man vor sich hin dösen. Nach dem Aufgang der Sonne floh der Freund um jeden Preis in aller Eile nach Norden. Seitdem wird, wenn vom Sommer in Wuhan die Rede ist, als ginge es um einen Tiger – man wird unweigerlich blass. In seinem Leben wird er auf keinen Fall jemals im Sommer nach Wuhan kommen.