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Prozessablauf von Deponie- und Müllverbrennungsanlagen zur Stromerzeugung

2017-06-10View Original

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Im Verbrennungsprozess mit mechanischen Schneidbrettern wird der Müll zunächst mit einem Transportfahrzeug transportiert. Nach dem Wiegen wird der Müll durch eine Entladevorrichtung in den Mülllagerraum geleitet. Nachdem der Müll 3–5 Tage lang in der Mülldeponie gelagert wurde und dabei ein Teil des Leitungswassers entzogen wurde, kann seine Heizwert erhöht werden. Die Müllkräne bringen den entwässerten Müll auf die Zuführplattform des Verbrennungsofens. Über die Zuführschächte und -kanäle wird der Müll anschließend vom Zuführgerät auf die mechanischen Schornsteine gedrückt, wo er getrocknet, verbrannt, vollständig abgebrannt und abgekühlt wird. Die Dauer, die der Müll auf dem Rost verbringt, beträgt etwa 1,5 bis 2,5 Stunden. Durch eine spezielle Gestaltung der Abmessungen des Brennkammersystems, die Verwendung von feuerfesten Materialien sowie ein geeignetes System zur Zufuhr von Primär- und Sekundärluft wird gewährleistet, dass die Abfälle im Brenner stabil entzündet werden und vollständig verbrennen können. Die dabei entstehenden Gase können in der Brennkammer bei einer Temperatur von über 850 °C für mehr als 2 Sekunden verweilen. Der Wärmeverlust der Asche nach der Verbrennung beträgt nicht mehr als 3 % (der Wärmeverlust bezeichnet den Prozentsatz der Masse, der durch das Erhitzen der Asche verloren geht, im Verhältnis zur ursprünglichen Masse der Asche). Gleichzeitig ist im ersten Kanal des Kessels eine Schnittstelle für das SNCR-System vorhanden, über die durch das Einbringen von Urea die Bildung von NOx kontrolliert wird. Nachdem der Rauch in den Nachwärmekessel gelangt ist, entsteht durch einen ausreichenden Wärmetausch mit dem Wasser im Kessel Dampf mit mittlerer Temperatur und mittlem Druck. Dieser Dampf wird anschließend in die Turbinen-Generatoranlage geleitet, wo er zur Erzeugung von Elektrizität genutzt wird. Die von den Turbinen-Generatoranlagen erzeugte Elektrizität wird, abgesehen vom Strom, der für den eigenen Bedarf des Kraftwerks benötigt wird, über Umwandlungsanlagen in das Stromnetz eingespeist. Der nach der Verbrennung des Abfalls verbleibende Asche wird mit einem Aschesammler aufgenommen und per Bandtransport in den Aschelagerbereich gebracht. Während des Transports werden dort die Metalle durch Magnetabscheidung getrennt, anschließend wird die Asche in die Anlage zur umfassenden Verwertung von Schlacke transportiert. Die Abgasbehandlung erfolgt in der Regel mit der halbtrockenen Abgasbehandlungstechnik – Sprüherturm + Aktivkohleabsorption + Taschenfilteranlage. Die sauren Gase in den Rauchgasen werden durch das Einbringen von Kalklösung in den Sprühturm kontrolliert. Vor dem Eingang des Stofffilterers wird Aktivkohle eingebracht, um Schwermetalle und Dioxine zu binden. Der Stofffilterer entfernt effektiv Staub sowie andere Schadstoffe aus den Rauchgasen. Anschließend werden die Rauchgase über einen Absauger abgeführt und über den Schornstein in die Atmosphäre freigesetzt.

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