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Ich frage die Anwesenden: Warum darf Natriumtriphosphat nur in das Wasser im Ofen hinzugefügt werden (Wasseraufbereitung im Ofen), und wenn es dem Wasser für den Kessel zugesetzt wird...

2017-09-01View Original

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Wie der Titel schon sagt: Ich möchte Sie fragen, warum Natriumtriphosphat nur in das Wasser im Ofen hinzugefügt werden darf – also zur Behandlung des Wassers innerhalb des Ofens. Was passiert eigentlich, wenn es in das Wasser zum Betrieb des Kessels hinzugefügt wird?
Reply #22017-09-01
Die Bildung von Kalzium- und Magnesium-Kalk entsteht, wenn die Konzentration der Kalzium- und Magnesiumsalze im Wasser ihre Löslichkeit überschreitet. Dadurch setzen diese Salze aus dem Wasser aus und haften an den unebenen, hitzeempfindlichen Oberflächen des Metalls – wodurch Kalk entsteht. Die Gründe dafür, dass die Konzentration über der Löslichkeitsgrenze liegt, sind folgende: Erstens verdunstet das Wasser beim Erhitzen ständig, wodurch die Salze im Wasser immer konzentrierter werden ; Zweitens nimmt die Löslichkeit einiger Calcium- und Magnesiumverbindungen mit steigender Temperatur ab ; Es gibt auch einige wasserlösliche Calcium- und Magnesiumverbindungen, die bei Erwärmung eine chemische Reaktion eingehen und dadurch stoffe bilden, die schwer löslich in Wasser sind. Um solche Art von Kalkablagerungen zu verhindern, muss man einerseits die Härte des Zulaufwassers so weit wie möglich verringern, um Lecks im Kondensator zu vermeiden. Zudem sollte eine chemische Behandlung des Wassers in dem Kessel durchgeführt werden. In unserer Anlage wird dazu Phosphat verwendet. Dabei wird unter alkalischen Bedingungen des Kesselwassers eine Phosphatlösung hinzugefügt, sodass der Phosphatgehalt im Wasser in einem bestimmten Bereich bleibt. Die Kalziumionen im Wasser reagieren dann mit den Phosphationen und bilden Calciumhydrogenphosphat. Einige Magnesiumionen reagieren wiederum mit den Silikationen im Wasser und bilden Serpentin. Beide Reaktionsprodukte sind schwer lösliche Verbindungen, die sich im Kesselwasser als feine, weiche Ablagerungen befinden. Diese können leicht zusammen mit dem Abwasser aus dem Kessel entfernt werden – sie haften nicht an den Heizeflächen und bilden somit keine sekundären Kalkablagerungen.
Reply #32017-09-17
Kein Problem, ich füge es einfach zum Wasser hinzu
Reply #42017-09-25
Wie groß ist der Kessel in Ihrem Haus? Wird zur Dampferkühlung Leitungswasser verwendet? Wenn ja, wie kontrolliert man dann die Natriumionen im überhitzten Dampf?
Reply #52017-09-25
Wenn es dem Wasserdurchfluss zugesetzt wird, entsteht im Laufe des Eindringens des abgekühlten Wassers in den Dampf ein Salzansammlungsphänomen, was schlecht für die Dampfturbinen und Wärmeaustauscher ist, oder?
Reply #62017-10-25
Das Abkühlwasser wird von den Wasserverrohrungen abgeleitet. Im Dampfkessel wird sicherlich kein Zusatzstoff hinzugefügt

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