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Wie kann man bei hohem Chloridgehalt im Kesselwasser verhindern, dass der Anstieg des Chloridgehalts zu schnell erfolgt?

2018-06-09View Original

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Der Prozess zur Behandlung des Wassers in unseren Kesseln wird wie folgt beschrieben: Vorbehandlungsanlage für das Rohwasser (Aktivkohlefilter – Mehrmedienfilter – Regulierungsbehälter – Wasserstoffionenaustauscher – Zwischenbehälter) – zwei Natriumionenaustauscher – Weichwasserspeicher – zwei atmosphärische Wärmeentstickungseinheiten – Unterwasserpumpen – 5 Kessel mit einer Kapazität von jeweils 20 T – Zylinder zur Verteilung des Wassers. Außerdem wird das kondensierte Wasser zurückgewonnen (durch Wärmetausch mit dem Weichwasserspeicher, ohne direkten Kontakt, sondern durch Wärmetausch über Leitungen und Wasserwege) – anschließend durch einen Eisenentfernungsfilter aus Manganoxid – bevor es direkt in den Entstickungsapparat gelangt. Der recycelte Kondensations- und Flashdampf------gelangt direkt in den Entoxidierer. Das Vorbehandlungssystem für das Rohwasser dient dazu, die Alkalität zu verringern. Der Natriumionenaustauscher wiederum dient dazu, die Härte zu senken. Um den Anforderungen der Betriebsprozesse gerecht zu werden, muss bei einem Chloridgehalt von über 120 mg/l sowie einer Alkalitätskonzentration von über 23 mmol/l manuell eine Entleerung des Kesselwassers durchgeführt werden. Wenn diese Werte nicht überschritten werden, wird die Leitfähigkeit automatisch überwacht, damit der Kessel automatisch entleert werden kann – sowohl an der Oberfläche als auch am Boden. Aber bei einer hohen Dampfdurchflusslast in den Kesseln – oder wenn gleichzeitig zwei Kessel in Betrieb sein müssen – sowie im Winter steigt der Chloridgehalt sehr schnell an. Ich habe jede Stufe des Prozesses überprüft: Der Chloridgehalt im Rohwasser des Natriumionenaustauschers liegt zwischen 12 mg/l und 15 mg/l – das schließt aus, dass ein Versagen des Natriumionenaustauschers dazu führen könnte, dass große Mengen an Salzwasser entstehen. Im Entoxidierer wird ein Dosiersystem verwendet; auch dort liegt der Chloridgehalt zwischen 12 mg/l und 15 mg/l. Das bedeutet, dass der Chloridgehalt vor dem Eintritt des Weichwassers in die Kessel auf einem guten Niveau bleibt. Um die Genauigkeit der Messungen zu überprüfen, wird das Wasser im Kessel vor dem Start vollständig abgelassen und anschließend wieder Weichwasser hinzugefügt. Sobald die Dampfdurchflusslast eines Kessels zunimmt, aber noch nicht die maximale zugelassene Menge erreicht hat, steigt der Chloridgehalt schnell an. Wenn die Dampfdurchflusslast so hoch ist, dass zwei Kessel benötigt werden, steigt der Chloridgehalt ebenfalls stark an – meist auf Werte zwischen 160 mg/l und 175 mg/l. Die Alkalität nimmt nur langsam zu und bleibt stets innerhalb der zulässigen Grenzen. Bis jetzt ist es daher noch nicht möglich herauszufinden, warum das so ist und wie man den Chloridgehalt kontrollieren kann Auch in den Kesselkörpern werden Mittel zugegeben, jedoch keine Mittel mit Chloridgehalt, sondern hauptsächlich Korrosionsschutzmittel. Zum zweiten Problem: Der Wassergehalt im gesättigten Dampf unserer Kessel ist äußerst hoch. Laut Vorschriften sollte der Wassergehalt im gesättigten Dampf bei 5–10 % liegen. Bei unserem Dampf betrug der Wassergehalt bereits an den Verteilzylindern 53 %. In allen Leitungen, die von den Verteilzylindern zu den verschiedenen Dampfverbrauchsstellen führen, sind mehrere Entwässerungsventile installiert. Dennoch bleibt der Wassergehalt am Ende der Leitungen weiterhin sehr hoch. Was ist die Ursache dafür und wie kann man dieses Problem lösen? Der Wasserspiegel in unseren Kesseln liegt das ganze Jahr über bei 45–50, der Betriebsdruck beträgt 10,2 MPa. Deshalb frage ich meine Kollegen: Wie soll man damit umgehen? Danke an alle für die aktive Diskussion.
Reply #22018-06-10
Sobald entweder die Alkalität oder die Chloridkonzentration die Prozessstandards überschreiten, erfolgt eine Ablagerung am Boden.

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