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Ich habe hier einen neuen Gas-Dampfkessel, dessen Nenndruck 1,25 MPa beträgt. In der Praxis wird jedoch nur ein Druck von 0,4 MPa verwendet – es ist auch möglich, einen Druck von 0,6 MPa zu nutzen. Wie sollte dann der Einstelldruck des Sicherheitsventils an diesem Kessel festgelegt werden? Bei 0,4 MPa – was soll man tun, wenn man etwas höhere Temperaturen erreichen möchte?
Es hängt von den tatsächlichen Anforderungen ab – der Wert sollte 1,05–1,15 Mal höher sein als der tatsächliche Betriebsdruck, darf aber den Nenndruck nicht überschreiten.
Die Funktion des Sicherheitsventils ist die letzte Schutzmaßnahme. Meiner Meinung nach sollte der Wert bei 1,25 MPa eingestellt werden. Für den Überdruckschutz des Kessels wird in wissenschaftlichen Untersuchungen ein Wert von 0,6 MPa empfohlen – sobald der Druck diesen Wert überschreitet, stoppt der Kessel automatisch.
Es ist ratsam, den Sicherheitswert als Druckbegrenzer auf dem Niveau der Systemsicherheit festzulegen. Der Kessel repräsentiert nur die Druckbelastbarkeit des eigentlichen Geräts – er gibt nicht den Druck im Gasleitungsnetz an.
Tabelle 6-3 der „Dampfkesselvorschriften“ enthält sehr klare Vorgaben: Der Einstelldruck des Sicherheitsventils Ihres Kessels sollte 1,04-mal sowie 1,06-mal dem Betriebsdruck entsprechen. Der Betriebsdruck bezeichnet den Druck an der Stelle, an der das Sicherheitsventil installiert ist – bei Ihrem Kessel handelt es sich dabei um den Druck im Dampftank. Sie berechnen diesen Wert, indem Sie 0,6 MPa mit 1,04 und 1,06 multiplizieren.
Alle haben unterschiedliche Meinungen – es scheint, als wäre diese Frage äußerst umstritten.
Es wird empfohlen, sich an den von der Kesselherstellerstelle ausgestellten Bescheinigungen und Vorschriften sowie an die bei der örtlichen Kesselaufsichtsbehörde hinterlegten Angaben zu halten. Außerdem stehen die Sicherheitsanforderungen und die technischen Anforderungen nicht im Widerspruch zueinander – man sollte sie nicht miteinander verwechseln. Sicherheit ist die Garantie, die Prozesse sind anpassbar.
Wenn man die Einstellungen anhand des tatsächlichen Betriebsdrucks des Benutzers vornimmt, entsteht ein Problem: Wenn ich Hersteller von Kesseln wäre, wüsste ich nicht, welcher Betriebsdruck bei jedem Benutzer tatsächlich vorherrscht. Zudem sind zur Genehmigung des Kessels Pläne der Ventile und Messgeräte erforderlich. Wie kann ich dann den Einstelldruck der Sicherheitsventile auf den Plänen festlegen? Und woran sollte man sich bei dem Kauf der Sicherheitsventile für die Lieferung an die Kunden orientieren? In den von Herstellern von Kesseln vorgelegten Planunterlagen werden die Ventile und Messgeräte in der Regel entsprechend dem Nenndruck ausgewählt. Wenn der Kunde jedoch den zu verwendenden Druck mitteilt und der Hersteller daraufhin einen Sicherheitsventil entsprechend diesem Wert liefert, dann stimmen diese Werte nicht mehr mit den im Lieferumfang enthaltenen Plänen überein. Könnt das die endgültige Abnahme beeinträchtigen?
Gemäß Tabelle 6-3 der Dampfkesselvorschriften muss bei einer Betriebsdruck von maximal 0,8 der Mindestwert für die Einstellungsdruck des Sicherheitsventils des Kessels gleich dem Betriebsdruck plus 0,03 sein, während der Maximalwert gleich dem Betriebsdruck plus 0,05 beträgt. Das ist also 0,63/0,65.