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Laut den Vorgaben der Norm GB50316 für die Planung von Industriemetallrohren wird in der Klassifizierung der Ölprodukte die Klasse A2 als giftige Flüssigkeiten bezeichnet. Bei Kontakt mit solchen Flüssigkeiten kann es zu unterschiedlich starken Vergiftungen kommen; nach Abbruch des Kontakts lässt sich die Vergiftung jedoch heilen. Gifte, die der Stufe II und darunter gemäß der „Einstufung des Grades der Gefährdung durch beruflichen Kontakt mit Giftstoffen“ GB 5044 entsprechen (hochgradige, mittlere, geringe Gefährdung). Flüssigkeiten der Klasse B sind solche, die unter Umwelt- oder Betriebsbedingungen entweder als Gas oder als Flüssigkeit vorliegen, aus der sich Gas bilden kann. Diese Flüssigkeiten können entzündet werden und brennen in der Luft kontinuierlich weiter. Frage: Toluol weist eine mittlere Toxizität auf, kann entzündet werden und brennt kontinuierlich in der Luft – gehört es zur Klasse A2 oder zur Klasse B? Benzin weist eine geringe Toxizität auf, kann entzündet werden und in der Luft weiterbrennen – gehört es zur Klasse A2 oder zur Klasse B?
Druckrohre gemäß GBZ 230-2010, Druckbehälter gemäß HG/T20660-2017
Druckbehälter nach HG/T20660-2000
Im Allgemeinen gilt das Prinzip: Höher ist besser als niedriger. Klasse A wird nach Toxizität eingeteilt, Klasse B nach Entzündbarkeit. Was die Anforderungen an Design und Herstellung angeht, sind sie im Grunde bei Klasse A2 und Klasse B ähnlich.
Der Auftraggeber muss verstehen, dass der eigentliche Zweck dieser Klassifizierung darin besteht, Industriepipelines einzuordnen. Flüssigkeiten wie Toluol, die sowohl giftig als auch entzündlich sind, sollten entsprechend dem Typ eingestuft werden, der zu einer höheren Klassifizierung der Pipeline führt. Der Standard GBZ 230-2010 listet derzeit nicht mehr die Toxizitätsgrade der gebräuchlichen Stoffe auf. Der Anwender muss daher selbst anhand der Beschreibungen zu den Eigenschaften des Stoffes sowie gemäß dem Standard beurteilen.