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Sehr geehrte Lehrer, ich hätte eine Frage: Bei einer Konzentration von Natriumhydroxid von 50 % und einer Temperatur von 200 °C treten bei den aus Ni6 und Q345R bestehenden Verbundplatten bereits nach wenigen Monaten Risse in den Schweißnähten auf. Auch nach der Reparatur treten wieder Risse auf. Was ist der Grund?
Nach Abschluss der Schweißarbeiten wurden Tests durchgeführt, einschließlich Prüfungen durch Dritte – dabei wurden keine Probleme festgestellt. Daher ist es unwahrscheinlich, dass die Schweißnähte nicht ordnungsgemäß hergestellt wurden.
Ist der Schweißspannungsdruck zu hoch, oder tritt aufgrund der alkalischen Korrosionsumgebung eine Spannungskorrosionssprödung auf?
Die Korrosion von Nickel durch Natriumhydroxid ist sehr gering. Das gewählte Material ist gut – im Laufe der Nutzung können Risse nur dann entstehen, wenn eine starke Kraft wirkt. Der Mechanismus, durch den Risse entstehen, ist außerdem äußerst komplex. Bei der Verwendung von Verbundmaterialien sind Temperaturspannungen, die durch unterschiedliche Temperaturen entstehen, unvermeidlich. Schweißnähte stellen in dem Herstellungsprozess von Geräten Schwachstellen dar – aufgrund von Wärmezyklen, Legierungen sowie Unregelmäßigkeiten bei der Schweißung usw. Ich schlage vor, die Schweißstellen je nach Verwendungszweck einer Spannungsprüfung zu unterziehen und dann weiterzusehen.