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In aktuellen Projekten treten häufig Hochtemperatur-Wärmetauscher in Umgebungen mit starkem Schwefelwasserstoffbedingtem Spannungskorrosionsrisiko auf. Die Designtemperaturen liegen dabei zwischen 425 und 480 °C. Haben Sie Erfahrungen mit der Auswahl von Materialien für solche Anwendungen? Herkömmliche Q345R-HIC-Stähle halten bei 425 °C gerade noch durch, bei 480 °C muss man auf 15CrMoR HIC wechseln. Es scheint kaum Informationen im Internet zu geben – sind die Preise hoch? (Ausgenommen wird das Verfahrenspaket CS für Edelstahl, und die Wärmeübertragung wird ebenfalls nach CS berechnet.) Wie sollte außerdem die Wahl der Wärmetauscherrohre erfolgen? Wird immer noch Stahl 10# verwendet?
Bei dieser Temperatur – handelt es sich bei dem Betriebsumfeld des Betreibers um eine Umgebung mit feuchtem Schwefelwasserstoff? Ich empfehle Ihnen, sich die Definitionen für Umgebungen mit feuchtem Schwefelwasserstoff anzusehen! Es ist in der Norm Petrochemie sh/t3193-2017 definiert!
Je nach Bedingungen stellt das normale Fahren kein Problem der Spannungskorrosion durch feuchten Schwefelwasserstoff dar. Aber gibt es während der Fahrt Bedingungen für eine korrosive Zersetzung durch feuchten Schwefelwasserstoff? Falls vorhanden, sollte in Erwägung gezogen werden, S32168 durch 15CrmoR aufzuschweißen.
15CrmoR HIC ist definitiv günstiger als Edelstahl
Es sind bereits über 400 °C – woher soll da noch eine Umgebung mit feuchtem Schwefelwasserstoff kommen?
Man sollte sich die korrosionsbeständigen Hastelloy-Materialien ansehen