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Wie wird der Einstelldruck der Sicherheitsventile an Druckbehältern bestimmt? Laut Anhang B von GB150.1 gilt als Ausgangswert für die Obergrenze des Überdrucks in Behältern, die mit Entlastungsanlagen ausgestattet sind, in der Regel der konstruierte Druck des Behälters. B4.2.1 Wenn an einem Behälter eine Entlastungsanlage installiert ist, darf der Betriebsdruck dieser Anlage nicht höher sein als der konstruierte Druck. Zudem darf die Obergrenze des Überdrucks in diesem Bereich 10 % des konstruierten Drucks oder 20 kPa – je nachdem, welcher Wert höher ist – nicht überschreiten. B4.2.2 Wenn an einem Behälter mehrere Entlastungsanlagen installiert sind, darf der Betriebsdruck einer dieser Anlagen nicht höher sein als der konstruierte Druck. Der Betriebsdruck der anderen Entlastungsanlagen darf zwar erhöht werden, darf aber 40 % des konstruierten Drucks nicht überschreiten. Die Überdruckgrenze in diesem Raum sollte nicht größer als 12 % des Nenndrucks oder der größere von den Werten 30 kPa sein. B4.2.3 Wenn es möglich ist, dass der Behälter in Brand gerät oder einer unvorhergesehenen externen Wärmequelle ausgesetzt wird, was zu Gefahren führen könnte, müssen zusätzliche Entlastungsanlagen installiert werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Überdruck im Behälter nicht über 1600 % des konstruktiven Drucks liegt. In den folgenden Fällen kann ein Behälter als solcher angesehen werden – es reicht aus, in dem gefährdeten Bereich (im Behälter oder in den Rohrleitungen) eine Entlastungsanlage einzubauen. Doch bei der Berechnung des Entlastungsvolumens des Entlastungsgeräts müssen auch die Verbindungsrohre zwischen den Behältern berücksichtigt werden. a) Druckbehälter, die mit einer Druckquelle verbunden sind und selbst keinen Druck erzeugen; dabei muss der Konstruktionsdruck dieses Behälters dem Konstruktionsdruck der Druckquelle entsprechen ; b) Wenn die Konstruktionsdrücke der Druckbehälter gleich sind oder nur geringfügig voneinander abweichen, und wenn die Behälter durch ausreichend große Rohrleitungen miteinander verbunden sind – ohne dass es Zwischenventile gibt. B4.4 Bei derselben Druckbehälteranlage, bei der aufgrund verschiedener Betriebsbedingungen mehr als ein Designdruck vorliegt, muss der Betätigungsdruck des Entlastungsvorrichtungs des Behälters für alle möglichen Designdrücke geeignet sein und den Anforderungen von B4.2 entsprechen. B4.5 Wenn der Druck in einem Behälter unter dem Atmosphärendruck liegen kann und der Behälter diesen negativen Druck nicht aushalten kann, muss ein Entlastungsgerät gegen negativen Druck eingebaut werden. B4.6 Bei Druckbehältern wie Wärmeübertrager, bei denen es zu einem Austreten von Hochtemperaturmedium in das Niedertemperaturmedium kommen und dadurch Dampf entstehen kann, müssen in dem Bereich mit niedrigerer Temperatur Entlastungsanlagen installiert werden. B4.7 Im Allgemeinen kann man beliebigen Typ von Entlastungsanlage wählen, doch bei Erfüllung einer der folgenden Bedingungen muss eine Druckplatte verwendet werden. a) Schneller Anstieg des Drucks, b) Höhere Anforderungen an die Abdichtung, c) Die Stoffe im Behälter können dazu führen, dass der Sicherheitsventil versagt ; d) Andere Fälle, in denen Sicherheitsventile nicht anwendbar sind