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Fehler bei Durchflussmessern mit Lochplatte und Lösungsansätze

2018-03-14View Original

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  Aufgrund des breiten Anwendungsbereichs und der großen Anzahl an Durchflussmessern mit Lochplatte melden Kunden oft, dass nach einer gewissen Nutzungsdauer die gemessenen Durchflusswerte nicht mehr mit den tatsächlichen Werten übereinstimmen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben wir umfangreiche Daten gesammelt und festgestellt, dass die Fehler hauptsächlich aus den folgenden Gründen entstehen. Die Techniker des Herstellers erklären Ihnen nun im Detail: 1. Aufgrund der langen Nutzungsdauer der Lochplatte können sich deren geometrische Form und Abmessungen verändern – insbesondere dann, wenn das zu messende Medium mit festen Partikeln oder anderen Verunreinigungen versetzt ist oder wenn die Lochplatte durch chemische Einflüsse beschädigt wird. Wenn die Schärfe der Eingangskante der Lochplatte aufgrund von Stoßkräften oder Korrosion abnimmt, verringert sich der Druckunterschied ΔP, der bei gleichem Flussvolumen entsteht. Dadurch werden die angezeigten Werte zu niedrig. Im schweren Fall muss das Lochblech ausgetauscht werden.   2. Aufgrund der langen Zeit kann es dazu kommen, dass sich die Nullpunktstellung des Transmitters verschiebt. Bei einer negativen Verschiebung ist der Ausgangsstrom des Transmitters geringer als die Standardwert von 4 MA; dadurch wird die Fließmenge zu niedrig angezeigt. Bei einer positiven Verschiebung hingegen ist der Ausgangsstrom des Transmitters höher als 4 MA; dadurch wird die Fließmenge zu hoch angezeigt. Wenn die Messbereichseinstellung groß ist, wird der Durchfluss niedriger angezeigt; wenn die Einstellung klein ist, wird der Durchfluss höher angezeigt.   3. Der Gasflussmesser zeigte einen zu niedrigen Wert. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die Düse falsch angebracht war. Tatsächlich sollte die scharfe Seite der Düse in Richtung des Flussverlaufs als Eingang dienen, während die Seite mit der trichterförmigen Form als Ausgang fungiert. Achten Sie auf die richtige Orientierung. Darüber hinaus können Messfehler auftreten, wenn beim Einbau der Öffnungen in der Lochplatte deren Mittelpunkt nicht mit der Mittellinie der Rohrleitung übereinstimmt. Ebenso können Verstopfungen in den Druckleitungen sowie herausstehende Teile wie Dichtungen zu Fehlern führen.   4. Im praktischen Einsatz kann sich auf der Oberfläche der Lochplatte eine Schicht Schmutz bilden. Zudem können im Laufe der Zeit Verunreinigungen in den Ecken vor und hinter der Lochplatte ablagern. Auch starke Korrosionsprozesse können dazu führen, dass die Querschnittsfläche des Rohrs sich verändert. Darüber hinaus können Lecks sowie Verstopfungen in den Druckleitungen zu Messfehlern führen. Da einige Hersteller einen verschmutzteren Gasstrom verwenden (mit Teer), verstopfen die Druckmesskammern vor und hinter der Düse. Dadurch entsteht kein Druckunterschied an den Druckmessstellen, und das Durchflussmesser zeigt keinen Durchfluss an. Nachdem die beiden Kammern entfernt und gereinigt sowie die Druckleitungen ausgetauscht wurden, funktioniert das Durchflussmesser wieder einwandfrei.   Der folgende Techniker gibt den Nutzern eine kurze Einführung in die wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung der Messgenauigkeit von Durchflussmessgeräten mit Lochplatte: 1. Die Durchflussmessgeräte mit Lochplatte müssen einzeln kalibriert werden. Es ist allgemein bekannt, dass Standard-Durchflussmessplatten, sofern sie gemäß den entsprechenden Standards entworfen und hergestellt werden, ohne Kalibrierung mit tatsächlichem Durchfluss direkt verwendet werden können. Da der Durchflusskoeffizient direkt mit Hilfe von Software berechnet werden kann, sind die Computerberechnungen zwar ideal, weichen aber dennoch etwas von den Bedingungen vor Ort ab. Um eine genaue Messung zu gewährleisten, wird empfohlen, jeden Durchflussmesser mit echtem Fluss zu kalibrieren. Anschließend werden der durch die Kalibrierung ermittelte Durchflusskoeffizient mit den Berechnungsergebnissen verglichen, der Unterschied berechnet und entsprechende Korrekturen vorgenommen.   2. Reynolds-Zahl-Korrektur: Zwischen dem Durchflusskoeffizienten eines Lochblech-Durchflussmessers und der Reynolds-Zahl besteht eine bestimmte Beziehung. Wenn sich die Massendurchflussrate ändert, ändert sich auch die Reynolds-Zahl proportional – dadurch kommt es zu einer Veränderung des Durchflusskoeffizienten.   3. Einfluss der Temperatur auf den Durchflussmesser mit Lochplatte und deren Korrektur: Temperaturänderungen führen zu Veränderungen der Dichte, was wiederum eine Veränderung in der Beziehung zwischen Druckdifferenz und Durchfluss zur Folge hat. Zudem verursachen Temperaturänderungen Veränderungen im Innendurchmesser der Rohrleitungen sowie in den Öffnungen der Lochplatte. Die Korrektur solcher Temperaturänderungen erfolgt durch die Messung der Temperatur vor Ort mit Temperaturmessgeräten; die ermittelten Werte werden anschließend in die Sekundärgeräte eingegeben, um die durch die Temperaturänderungen entstehenden Fehler auszugleichen.   4. Korrektur der Dehnbarkeit. Bei der Messung des Dampf- und Gasstroms mit Düsenmessern muss eine Korrektur für die Dehnbarkeit des Fluids vorgenommen werden. Die entsprechenden Korrekturfaktoren können im Handbuch zur Konstruktion von Drosselvorrichtungen nachgeschlagen werden.   5. Berechnung des Massenstroms von Dampf: Bei der Messung von Dampf mit einem Lochblechstrommesser wird zunächst der Durchflusswert anhand des Differenzdrucks ermittelt. Anschließend wird die Dichte des Dampfs anhand der Temperatur- und Druckwerte aus Tabellen abgerufen, um so den Massenstrom des Dampfs zu berechnen.

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