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Bei der Auswahl eines Winkeldrehaktuators wird ein Sicherheitsfaktor von 1,3 berücksichtigt. Bei einer Nennluftdruck von 5 Bar reicht die erzielbare Drehmomentleistung nicht aus; mit einem Luftdruck von 5,5 Bar hingegen wird das erforderliche Drehmoment erreicht. Meine Frage ist: Da der Winkelaktuator bei einer Nennluftdruckversorgung von 5 Bar arbeitet, kann man zur Erreichung des erforderlichen Drehmoments langfristig einen Luftdruck von 5,5 Bar verwenden? Soll man lieber einen größeren Aktuator verwenden, um die Drehmomentanforderungen zu erfüllen?
Der Unterschied ist nicht groß – man kann sie natürlich auch über einen langen Zeitraum verwenden. Der Druck liegt außerdem im normalen Bereich. Gängige inländische pneumatische Aktuatoren eignen sich dafür. Wenn man genug Geld hat, kann man natürlich auch einen größeren Zylinder wählen
Auf keinen Fall! Wir beschäftigen uns genau mit diesem Bereich – wir können gerne miteinander austauschen
Könnten Sie bitte genauer erklären, was mit dem Sicherheitsfaktor 1,3 gemeint ist? Mit was wird eigentlich 1,3 multipliziert? Woher kommt euer 1,3?
Zunächst muss der Drehmomentwert ermittelt werden, der zur Öffnung und Schließung der Ventile erforderlich ist. Unter normalen Betriebsbedingungen wird ein Sicherheitsfaktor von 15–20 % empfohlen. Für Wasserdampf oder nicht schmierende Flüssigkeiten wird der Wert auf 25 % des Sicherheitswerts erhöht, für nicht schmierende Schneidflüssigkeiten auf 40 % des Sicherheitswerts. Der Anteil an unlubrierten Partikelpulvern steigt auf 80 %. Natürlich unterscheidet sich der Drehmomentwert der Aktuatoren bei den verschiedenen Herstellern. Um die richtige Wahl zu treffen, sollte man sich die von dem Hersteller bereitgestellten Werte für das Drehmoment ansehen.
Sie müssen außerdem feststellen, ob es sich um einen Einweg- oder Zweiwege-Aktuator handelt. Bei einem Einweg-Aktuator, bei dem die Feder zur Rückkehr dient, reicht es aus, den Druck der Luftversorgung zu erhöhen – dadurch steigt lediglich der Drehmoment auf der pneumatischen Seite. Das Drehmoment der Feder ändert sich dabei nicht.