Thread Content
Früher war man nur darüber im Bilde, dass es bei stillstehenden Anlagen eine Konstruktionsdruck- und einen Betriebsdruck gibt. Doch jetzt werden in den Anlagendaten auch der Konstruktionsdruck sowie der Betriebsdruck von Zentrifugalpumpen aufgeführt. Wie soll man dabei festlegen, welche Werte einzutragen sind? Ich bin etwas verwirrt.
Die Nenndruck ist der Druck am Auslass der Pumpe bei normaler Durchflussmenge. Der Arbeitsdruck bezeichnet den Druck am Auslass der Pumpe bei Null Durchfluss.
Aus Sicht der Druckträger gilt, dass – genauso wie bei stationären Anlagen – der konstruktive Druck des Gehäuses höher sein muss als der Betriebsdruck. Dadurch wird ein Sicherheitspuffer geschaffen. Aus Sicht der Pumpenleistung ist der konstruktive Druck am Pumpenausgang der Druck am Ausgang der Pumpe bei der Nennleistung. Der Betriebsdruck hingegen ist der Druck am Ausgang unter den tatsächlichen Betriebsbedingungen
Der Betriebsdruck ist der Druck unter normalen Bedingungen; der Konstruktionsdruck wird dabei mit 1,2 bis 1,5 Mal diesem Wert angesetzt.
Woher stammt dieses 1,2–1,5-fache?
Der Designdruck ist der Druck, den die Pumpenhülle aushalten kann; es gibt Werte von 0,6/1,0/1,6/2,5, die als Nenndruck verstanden werden können. Der Betriebsdruck ist der tatsächliche Druck am Auslass der Pumpe. Dabei handelt es sich nicht um die Förderhöhe, sondern um den tatsächlichen Druck am Auslass der Pumpe während ihres Betriebs.