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Chemie im Alltag – Korrosionsstellen auf Edelstahl-Küchenmessern

2015-09-09View Original

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Nach längerer Nutzung des Kochmessers wurden kleine Löcher darauf festgestellt; vermutet wird eine Korrosion durch Salz. Bitte erläutern Sie den Mechanismus sowie Präventionsmaßnahmen und geben Sie Anwendungen in der Technik an. Das Kochmesser besteht aus 304-Edelstahl.
Reply #22015-09-09
Es könnte an dem Salz liegen – elektrochemische Korrosion. Ich kann auch wirklich nicht sagen, warum. Prävention erfordert eine rechtzeitige gründliche Reinigung.
Reply #32015-09-09
Es wird gesagt, dass Chloridionen die Oberfläche angreifen, deshalb muss sie gründlich gereinigt werden
Reply #42015-09-09
Der Einfluss von Kochsalz auf die interkristalline Korrosion von 304-Stahl – nein
Reply #52015-09-10
Zunächst sei darauf hingewiesen, dass Edelstahl kein Stahl ist, der überhaupt nicht rostet, sondern ein Stahl, der nur schwer rostet. Auch Edelstahl kann unter bestimmten Bedingungen korrodieren: Punktkorrosion, interkristalline Korrosion, Spannungskorrosion, Spaltkorrosion usw. Außerdem ist auf hochwertigen Edelstahlküchengeräten immer angegeben, ob es sich um 18-8-Edelstahl oder 18-10-Edelstahl handelt.
Reply #62015-09-10
Diesen Beitrag hat zuletzt cflt111 am 10.9.2015 um 20:18 bearbeitet. Einfach ausgedrückt ist Edelstahl ein Stahl, der nicht so leicht rostet. Tatsächlich weist ein Teil des Edelstahls sowohl rostbeständige Eigenschaften als auch Widerstandsfähigkeit gegen Säuren auf. Die Korrosionsbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit von Edelstahl resultieren aus der Bildung einer chromreichen Oxidschicht (Passivierschicht) auf seiner Oberfläche. Diese Korrosionsbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit sind relativ. Versuche haben gezeigt, dass die Korrosionsbeständigkeit von Stahl in schwachen Medien wie der Atmosphäre und Wasser sowie in oxidierenden Medien wie Salpetersäure mit zunehmendem Chromgehalt im Stahl zunimmt. Wenn das Chromgehalt einen bestimmten Prozentsatz erreicht, kommt es zu einer Veränderung in der Korrosionsbeständigkeit des Stahls – er wird weniger anfällig für Rost und gleichzeitig widerstandsfähiger gegen Korrosion. Eine ernste Form der Korrosion von Edelstahl ist die lokale Korrosion (d.h. Spannungskorrosionsriss, Punktkorrosion, interkristalline Korrosion, Korrosionsverschleiß sowie Spaltkorrosion). Präventive Maßnahme: Halten Sie die Klinge sauber.
Reply #72015-09-11
Stresskorrosion ist die Korrosion, die durch die gleichzeitige Wirkung von Korrosion und Spannung entsteht. Es tritt nur in bestimmten „Material-Umgebungssystemen“ auf, wie z. B. „Austenitisches Edelstahl – Cl –“, „Kohlenstoffstahl – NO3 –“. Natürlich muss auch ein Spannungszustand vorliegen – sei es durch äußere Kräfte oder durch Restspannungen, die durch Schweißen oder Kaltverarbeitung entstehen. Es müssen die Cl-Ionen sein, die das Problem verursachen
Reply #82015-09-12
Ich habe gerade gesehen, dass auf dem Gerät „3Cr13“ eingraviert ist. Ich weiß nicht, um welches Material es sich handelt. Das Material ist korrodiert – es gibt dort sehr kleine Löcher
Reply #92015-09-12
Ich habe gerade gesehen, dass auf dem Gericht „3Cr13“ eingraviert ist. Ich denke auch, dass dieses Material durch Essigzucker korrodiert wurde
Reply #102015-09-23
3Cr13 gehört zur Gruppe der martensitischen Edelstähle. Dieser Stahl weist gute mechanische Bearbeitungseigenschaften auf. Nach Wärmebehandlung (Härtung und Aushärtung) besitzt er ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit, eine hohe Glanzfähigkeit sowie hohe Festigkeit und Abnutzungsresistenz. Er eignet sich daher zur Herstellung von Kunststoffformen, die hohen Belastungen standhalten müssen, stark abgenutzt werden dürfen und außerdem in korrosiven Umgebungen eingesetzt werden sollen. Materialien aus 3Cr13, deren Härte nach der Wärmebehandlung unter HRC30 liegt, sind gut verarbeitbar und erlauben es, eine gute Oberflächenqualität zu erreichen. Bei Bauteilen, deren Härte über HRC30 liegt, ist die Oberflächenqualität zwar gut, doch die Werkzeuge verschleißen leicht. Daher wird das Material nach seiner Ankunft im Werk zunächst gehärtet, sodass eine Härte von HRC 25–30 erreicht wird, und anschließend wird es gefräst.

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