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Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe eine Frage zu Chloriden: Kann ein hoher Gehalt an Chloriden in Abwässern die Biochemie beeinträchtigen?
Das sollte der Fall sein, aber es gibt relativ wenig Informationen zu diesem Thema
Dieser Beitrag wurde zuletzt von li*ch1968 am 17.09.2015 um 10:41 geändert. Im Allgemeinen hemmt ein Chloridgehalt von über 5000 mg/L die Aktivität des Schlammes. Gleichzeitig stört der Chloridgehalt auch die Messung des COD-Werts. Es ist jedoch möglich, aktiven Schlamm zu züchten, der gegenüber Chloriden widerstandsfähig ist – dafür ist jedoch eine spezielle Zucht notwendig. Wenn der Chloridgehalt im Abwasser zu hoch ist, wird empfohlen, das Abwasser vor der Einleitung in die biologische Behandlungsanlage vorzubereiten, beispielsweise durch Vorbehandlung oder Verdünnung
Im Allgemeinen haben Chlorionen bei einer Konzentration von 9000 mg/L keinen großen Einfluss auf das aktive Schlamm. Die Toxizität der zweiwertigen Salze ist höher als die der einwertigen Salze. Bei einer Konzentration von Schwefelverbindungen von 6000 mg/L hat dies eine hemmende Wirkung auf den aktiven Schlamm. Chloridionen stören die Messung des COD. Bei den Analysen ist es daher notwendig, zusätzlich Silbernitrat zu verwenden, um diese Störungen zu beseitigen.
Ein hoher Chloridspiegel hat tatsächlich Auswirkungen auf den Stoffwechsel – er bewirkt eine Chlorierung in den Keimen und zerstört damit das Enzymsystem der Bakterien. Dadurch sterben die Bakterien
Wie hoch ist eure Leistungsfähigkeit? Unser Chloridgehalt beträgt 16.000 mg/L. Die Schlammstoffe können kultiviert werden, es gibt keine Probleme mit der biologischen Behandlung – die Behandlungsergebnisse erfüllen alle Anforderungen :)
Ich habe noch nie mit so hohen Chloridionenkonzentrationen zu tun gehabt – wie hoch ist dann die Entfernungsrate? Kann die Entfernungsrate von COD 80 % erreichen? Es ist schwer zu schätzen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hthghjl am 18.09.2015 um 08:34 bearbeitet. Es ist möglich – wir haben mehrere Arten von Wasser: Entschwefelungswasser, Epichlorhydrin-Wasser usw. Dabei werden chemische, biologische sowie elektrokatalytische Verfahren eingesetzt. Dadurch kann der COD-Wert von 800 auf 50 gesenkt werden. Wenn man nur die chemischen und biologischen Verfahren verwendet, um 80 % des COD-Werts zu entfernen, ist das ebenfalls möglich
Werden die Chloridionen im entstehenden biologischen Schlamm erneut gelöst, oder bleiben sie auf besondere Weise gebunden und stabil?
Chloride sind im Allgemeinen recht gut wasserlöslich. Wenn der Gehalt Tausende von Milligramm pro Liter beträgt, warum wird er dann nicht konzentriert und getrennt?