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Sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer: Wann werden die Nährstoffe hinzugefügt? Sie werden verwendet, wenn Schlamm kultiviert wird – ist es aber auch notwendig, sie während des Betriebs des Prozesses hinzuzufügen? Und wie kann man feststellen, welcher Nährstoff im Wasser fehlt? Welche Symptome treten auf, wenn ein bestimmtes Element fehlt? Welche Werte müssen gemessen werden, um festzustellen, welches Element im Schlamm fehlt? Wie berechnet man genau, wie viel fehlt? Die Fragen sind etwas unübersichtlich, bitte
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ifay2011 am 16.09.2015 um 16:52 bearbeitet. 1. Mit den Nährstoffen, von denen Sie sprechen, sind vermutlich Kohlenstoffsquellen, Stickstoffquellen und Phosphorsquellen gemeint. Beim Anzüchten von Schlamm muss es zugesetzt werden; im normalen Betrieb ist es nicht notwendig, es hinzuzufügen, sofern im Abwasser kein Mangel daran besteht. Doch ob die Ergänzung durch das Hinzufügen von bestimmten Mitteln oder durch die Einbeziehung anderer wasserreicher Quellen erfolgt, die solche Nährstoffe enthalten, kann je nach den örtlichen Gegebenheiten entschieden werden. 2. Durch die Überprüfung der verschiedenen Parameter im Abwasser wird festgestellt, was fehlt. Üblicherweise wird die Kohlenstoffquelle durch den BOD5 angegeben. Wenn der BOD5 nicht messbar ist, kann auch der CODCr herangezogen werden (ist jedoch nicht so genau wie der BOD5) ; Stickstoffquellen können durch die Messung des Gesamtstickstoffs, des Ammoniakstickstoffs usw. ermittelt werden ; Phosphorquellen können den Gesamtphosphorgehalt messen. 3. In der Regel ist ein Verhältnis von Kohlenstoffquellen, Stickstoffquellen und Phosphorquellen von 100:5:1 für den aeroben Stoffwechsel angemessen – doch das ist nicht absolut notwendig. Es kommt darauf an, welches Ziel man erreichen will. Der Anteil an Phosphor darf nicht zu hoch sein – man kann diesen Anteil durch die Zufuhr von Kohlenstoff- und Stickstoffquellen auf ein angemessenes Niveau bringen. 4. Welche Symptome treten auf, wenn etwas fehlt? Ich verstehe nicht genau, was damit gemeint ist – meint man den Betriebsablauf?
Der Nährstoffverhältnis in dem Abwasser sollte im aeroben Zustand in der Regel bei C:N:P=100:5:1 liegen. Es reicht aus, wenn der Wert ungefähr in diesem Bereich liegt. Falls er nicht darin liegt, muss er entsprechend angepasst werden. Bei der Zugabe von Bakterien muss dieser Wert unbedingt eingehalten werden.
Das anaerobe Nährstoffverhältnis liegt bei 200–250:5:1. Wenn die Menge an Kohlenstoffsquellen zu gering ist, werden in der Regel Methanol, Glukose oder Mehl hinzugefügt. Als Stickstoffquellen dienen Urea, Düngemittel sowie Ammoniumsalze. Als Phosphatquellen kommen Kaliumdihydrogenphosphat, Phosphorsäure sowie Natriumphosphat zum Einsatz.