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Ich hätte eine Frage: Die Elastizität eines Prozessgeräts liegt in der Regel bei etwa 50–120 %. Das Obere Limit von 120 % ist leicht nachvollziehbar. Doch welche Faktoren bestimmen in der Regel das Untere Limit von 50 %?
Es wird durch die Reaktionslast des Prozesses bestimmt, sowie durch die Engpässe bei der niedrigen Leistungsfähigkeit der wichtigsten Geräte – wie beispielsweise die Leistungs-eigenschaften von Kompressoren und Pumpen
Viele Faktoren sind begrenzend. Neben dem oben Genannten gibt es auch die minimale Betriebslänge des Turms – ist diese zu kurz, kann der Turm möglicherweise nicht ordnungsgemäß betrieben werden, beispielsweise bei Leckagen in einem Siebträgturm. Die Reaktionstemperatur des Reaktors muss aufrechterhalten werden; ist sie zu niedrig, kann beispielsweise die Temperatur der Reaktion nicht gewährleistet werden. Dann gibt es noch die Wirtschaftlichkeit – zu klein ist er, um wirtschaftlich zu betrieben werden zu können.
Die Produkte verkaufen sich nicht gut, der Markt ist schwach – wenn man die Produktion kontrollieren muss, liegt die Auslastung bei 50 %. Das bedeutet, dass die Betriebskapazitäten ungenutzt bleiben.
Für Anlagen wie die Schwefelrückgewinnung, die häufig bei niedriger Last betrieben werden, liegt die untere Grenze der Betriebsflexibilität in der Regel bei 30 %.
Bei dieser geringen Belastung gibt es sicherlich viele Einschränkungen, oder? Oder sind es zwei Anlagen in Reihe, wobei bei geringer Leistung nur eine in Betrieb ist?
Flüssigkeitslecks in den Türmen, Vibrationen der Anlagen, das Wärmetauschnetzwerk erreicht nicht die gewünschte Temperatur – es gibt viele Probleme!
Außerdem wird bei der ersten Inbetriebnahme eines neuen Geräts in der Regel zunächst ein Betrieb bei niedriger Last gefordert; erst nachdem ein stabiler Betrieb erreicht ist, darf die Last erhöht werden! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !
Die Geräte haben alle einen Niedriglastbetrieb – beim Starten kann es nicht sofort die normale Last sein
Es gibt viele Einflussfaktoren: In Destillationskolonnen kann die Leistungstiefe bis zu 20 % betragen und die Kolonne funktioniert dennoch weiter. Bei Kolonnen mit Schwimmventilen können die Ventilklappen bereits frühzeitig versagen.
Die Untergrenze der Belastung hängt hauptsächlich vom Markt ab. Wenn das Marktpreissystem nicht gut funktioniert und bei voller Belastung hohe Verluste entstehen, dann ist die Belastung der Anlage geringer. Beim Betrieb im unteren Bereich ist der Energieverbrauch pro Produkt höher als bei einer normalen Belastung. Deshalb werden die Produkte zu einem guten Preis angeboten, und die Anlagen laufen in voller Leistung.
Die Untergrenze wird hauptsächlich auf der Grundlage wirtschaftlicher Analysen und finanzieller Bewertungen festgelegt, also dem Break-Even-Punkt, im engeren Sinne verstanden als Auslastungsgrad. Wenn kein Geld verdient wird, wird gestoppt.