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Für Leitungen, die brennbare und explosionsgefährdete Stoffe transportieren (neu verlegt, noch nicht in Betrieb, Arbeitsdruck unter 2,5 MPa, 2“), plant der Bauunternehmer, die Schweißnähte mit der Magnetpulverprüfung zu überprüfen. Sie behaupten, dass bei dünnen Rohrwänden eine Magnetpulverprüfung möglich sei – gibt es dafür normative Grundlagen?
2-Zoll-Rohre können für Röntgenuntersuchungen verwendet werden. Unsere 1-Zoll-Rohre werden hingegen für Durchflussprüfungen eingesetzt; der Designdruck beträgt 1,7 Mpa
Man sollte Röntgenaufnahmen zur Fehlererkennung verwenden – Magnetpulver ist einfach nicht zuverlässig.
Das geht nicht. Magnetpulver- und Penetrationsprüfung beziehen sich beide auf Defekte an der Oberfläche der Schweißnaht, während RT eine Methode zur Erkennung von Defekten im Inneren der Schweißnaht ist. Deshalb können die beiden Methoden nicht miteinander kombiniert werden. Dann sind es in der Regel interne Mängel, die zu großen Problemen führen, und nicht oberflächliche Mängel. Und wie die Schadensfreiheitsprüfung durchgeführt wird, entscheidet nicht die Baufirma – zuerst kommen die Entwurfsunterlagen, und falls diese fehlen, dann die entsprechenden Vorschriften.
Die Konstruktionsdokumentation legt die Prüfmethoden sowie die Zulassungskriterien fest. . .
Sowohl PT als auch MT gehören zur Detektion von Oberflächenfehlern und haben nichts mit der Dicke der Rohrwand zu tun. Eigentlich sollten RT oder UT verwendet werden, denn sonst können innere Defekte wie Schlacke oder unvollständige Verbindungen nicht erkannt werden