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Bei der Energiebilanzierung von Wärmeausrüstungen umfasst die mit den eingebrachten Stoffen einbringte Wärme in der Regel die spezifische Wärme des Stoffes sowie die Verbrennungsenergie des Stoffes (chemische Energie). Beispielsweise bei Kohlefeuerungsöfen umfasst die in das System eingebrachte Wärme durch das Brennmaterial Kohle sowohl seine spezifische Wärme als auch seine Verbrennungswärme. Warum wird jedoch bei der Wärmebilanzierung von Koksofen nur die spezifische Wärme berücksichtigt und nicht die Verbrennungswärme?
Wo der Wärmeausgleich nicht berücksichtigt wird, kann da überhaupt ein Gleichgewicht erreicht werden?
Nachdem das Kokereikohle in die Karburationskammer gegeben wurde, findet eine Trockendestillation statt – keine Verbrennung. Während des Trockendestillationsprozesses gibt es eine Phase, in der eine exotherme Reaktion stattfindet. Doch die Reaktion ist zu komplex, um die dabei entstehende Wärme genau zu berechnen. Das ist auch einer der Gründe dafür, warum im Bereich der Koksherstellung viel auf Erfahrung zurückgegriffen werden muss!
Wer hat gesagt, dass bei der Wärmebilanzierung von Öfen nur die sichtbare Wärme berücksichtigt werden soll und nicht die Verbrennungswärme? Wer hat es dir gesagt? Die Verbrennungswärme macht 97 Prozent der gesamten Wärme aus – wagst du es wirklich, sie zu ignorieren?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von wangshaobo am 26.09.2015 um 17:42 bearbeitet. Das ist meine Berechnung der Energiebilanz – als Brennstoff wird Hochofen-Gas verwendet. Bitte schauen Sie nach, ob es irgendwelche Fehler gibt Vielen Dank im Voraus! Wärmebilanz des Kokereibetriebs – Eingang und Ausgang
Nummer | Art der Energie | Wärme in kJ | Prozentsatz %
1 | Spezifische Wärme des feuchten Kohles | 27.937 | 1,0
1 | Spezifische Wärme des Koks | 105.043 | 37,6
2 | Spezifische Wärme des Gases | 19.556 | 0,72
3 | Spezifische Wärme der chemischen Produkte sowie latente Wärme | 100.573 | 3,6
4 | Spezifische Wärme der Luft | 16.762 | 0,63
5 | Gesamte Wärme, die mit dem Gas abgeführt wird | 413.467 | 14,8
6 | Verbrennungsenergie des Gases | 272.944 | 97,74
7 | Spezifische Wärme des Wasserdampfs sowie latente Wärme | 446.992 | 16,0
8 | Wärme, die mit den Abgasen abgeführt wird | 502.866 | 18,0
9 | Wärmeverluste an der Oberfläche des Ofens | 279.370 | 10,0
**Gesamt:** 27.936.981 | 100,00
Der Moderator hat sofort verstanden, worauf meine Frage abzielte! Das meine ich genau: Ich sehe, dass bei Gaskohlenstoffisierungsöfen – im Gegensatz zu Kesseln, die nur verbrennen, sondern auch eine Kohlenstoffisierungsreaktion durchführen – berücksichtigt wird, welche chemische Energie (Heizwert) durch das Einbringen von Kohle und das Erzeugen von Stoffen wie Teer entsteht. Bei Koksofen ist das jedoch nicht der Fall. Entschuldigen Sie, Moderator – wo kann ich relevante Literatur oder Fachwissen finden (in Zeitschriften oder Büchern)?
Die theoretische Entwicklung der Koksofen ist bei weitem geringer als die praktische! Hoffentlich kann sich die thermische Theorie der Koksofen mit der Entwicklung einer bestimmten Technologie ebenfalls rasant weiterentwickeln
Was ich meine ist Folgendes: Im Wärmeausgleich des Kokereibetriebs gibt es keine Heizwert/chemische Energie des Kohlestoffs, keine Heizwert/chemische Energie von Produkten wie Teer oder Koks – während diese im Wärmeausgleich der Gaskocher und Kessel für Kohle vorhanden sind. Ich verstehe im Moment nicht, warum bei den Berechnungen zum Wärmeausgleich in Öfen die Heizwerte/chemische Energie dieser Stoffe nicht berücksichtigt werden. Inwiefern unterscheiden sie sich von anderen thermischen Anlagen?
Kohle gelangt in den Koksofen, um durch Isolierung von Luft die Erwärmung zu verstärken (d.h. durch Destillation). Daher entsteht keine Verbrennungsenergie der Kohle, sondern nur physikalische Wärme.