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Warum wird in der Schwefelrückgewinnungsöfen von Klaus eine hohe Temperatur aufrechterhalten? Hängt es mit dem Vorhandensein von Ammoniak zusammen? Ist es dazu da, die Ammoniak vollständig zu verbrennen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ylb913 am 28.09.2015 um 17:07 bearbeitet. Für das Verbrennen von Ammoniak sind Temperaturen über 1250 Grad erforderlich. Selbst wenn kein Ammoniak verbrannt wird, bleibt die Flamme instabil, wenn die Ofentemperatur unter 926 Grad liegt. Bei zu niedriger Temperatur erfolgt die Zersetzung der Kohlenwasserstoffe ebenfalls unvollständig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Schwefelblinder am 28.09.2015 um 17:10 bearbeitet. Es gibt einen Zusammenhang. Die Zusammensetzung der sauren Gase in den typischen Raffineriegasen besteht hauptsächlich aus H2S. Diese Konzentration reicht aus, um die adiabatische Temperatur auf über 1000 °C zu erhöhen. In einigen Reinigungsanlagen ist die Konzentration dieses Stoffes so gering, dass keine hohe Temperatur erreicht werden kann. Doch hohe Temperaturen sind notwendig, erstens um die Stabilität der Brennflamme zu gewährleisten; unter etwa 900 wird sie instabil. Es könnten Maßnahmen wie Gaszufuhr, Vorheizen oder Sauerstoffanreicherung erforderlich sein. Dann ist da das, was Sie gesagt haben: Die Verunreinigungen wie Kohlenwasserstoffe und Ammoniak müssen abgebaut werden, wobei für Ammoniak höhere Temperaturen erforderlich sind. Manche sagen, die minimale Temperatur liege bei 1204, andere wiederum bei 1250. Um ein Niveau im PPM-Bereich zu erreichen, soll man nach Ansicht einiger bei etwa 1400 Grad erhitzen, während andere 1500 Grad vorschlagen. Dies hängt vermutlich von der Berechnungssoftware oder den Versuchsanlagen ab. Was das Verbrennen von Ammoniak angeht, so gibt es die Ansicht, dass Ammoniak hauptsächlich oxidiert und zersetzt wird, während andere behaupten, es reagiere hauptsächlich mit SO2, wodurch H2S sowie Wasser und Stickstoff entstehen. Zufällig habe ich in diesen beiden Tagen einen solchen Abschnitt gesehen. . .