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Nach dem Schleifen der Lagerschalen – muss man unbedingt die Ölansammlungspunkte ebenfalls schleifen? Kann jemand ein Foto von den Ölreservoiren senden? Danke.
Schleifen von Lagerplatten wird heutzutage im Grunde nicht mehr häufig angewandt. Durch die verbesserte Fertigungstechnik sowie die Verwendung von Druckschmierung ist es heute kaum noch notwendig, Ölkanäle durch Schleifen zu erzeugen. Früher wurden Muster im Stil von Fischschuppen auf die Lagerplatten gebracht; später wurden auf der Oberfläche des Lagers Kreuze eingeritzt, die als Ölkanäle dienten.
Bei hohen Geschwindigkeiten muss man die Ölansammlungstellen an den Lagerbuchsen nicht entfernen, denn bei hoher Geschwindigkeit schwebt die Welle und bildet so eine Ölschicht – es ist daher nicht notwendig, die Ölansammlungstellen zu beseitigen. Bei niedriger Drehzahl und hoher Belastung kann die Welle nicht mehr rotieren. Wenn das Öl nicht bis zu den untersten Punkten der Lager erreicht, müssen die Ölkammern gereinigt werden, um ein Verbrennen der Lager zu verhindern. Nachdem die Kontaktfläche beim Schleifen bearbeitet wurde, werden an den nicht berührten Stellen mit Kraft kleine Vertiefungen geschaffen, um Ölbehälter zu bilden.
Der Öltank wurde früher verwendet, als es noch keine Ölpumpen gab. Heute gibt es jedoch Hochdruckölpumpen – daher muss diese vor dem Betrieb des Antriebsaxes eingeschaltet werden. Sobald die Hochdruckölpumpe in Betrieb ist, wird der Antriebsaxel angehoben. Dadurch entsteht eine Ölschicht zwischen dem Axle und den Lagersteinen. Erst nachdem das Gerät in Betrieb ist, wird die Hochdruckölpumpe wieder ausgeschaltet. Deshalb ist dies heutzutage nicht mehr notwendig.
Übliche dünnwandige Lager müssen geschliffen werden, während die übrigen Wellenlager im Grunde einmalig bearbeitet werden und nicht weiter geschliffen werden müssen!
Wenn es sich um einen Hochgeschwindigkeitsachsen handelt und die Lager aus dicken Platten bestehen, dann muss in der Richtung, in der sich die Achse dreht, eine kleine Vertiefung in der oberen Platte angefertigt werden. Wenn sich die Achse dreht, gelangt das Schmieröl in diese Vertiefung. Anschließend fällt das Schmieröl nach unten und sorgt so für die Schmierung. Heutzutage sind diese Ziegel fast nicht mehr zu sehen. Bei dünnwandigen Ziegeln werden auf dem Buschlegierungsmaterial mit einem Spatel kreuzende parallele Schräglinien oder Fischschwanzmuster eingeführt, um die Verteilung des Schmieröls zu erleichtern.