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Sehr geehrte, erfahrene Menschen, ich bin ein frisch absolvierter Student im Bereich Chemieindustrie. Ich arbeite in einer Düngemittelfabrik. Ich habe nichts zu tun, meine Kenntnisse sind nicht tief genug, und ich weiß nicht, wie ich selbst weiter lernen soll. Mir fällt die Zeit langweilig vor – außerdem beträgt die Arbeitszeit 12 Stunden am Tag. Ich fühle mich, als würde ich nur so dahinleben, ganz und gar nicht wie ein junger Mensch. Ich möchte gerne etwas tun, aber ich habe keine Zeit dafür. So entsteht ein Teufelskreis: Ich hasse meine Arbeit immer mehr, lerne nicht mehr richtig und möchte sogar nicht einmal mehr etwas über die Ausrüstung für den Winter lernen. Ich bitte Sie inständig, mir Rat zu geben – falls Sie gute Vorschläge haben, danke ich Ihnen sehr
Aus persönlicher Erfahrung: Man sollte sich zunächst einige wichtige Geräte heraussuchen und den Ablauf genau verstehen. Wenn man dann vor Ort ist, muss man für jede Leitung wissen, um welches Medium es sich handelt, welche Druckwerte gelten, woher die Leitung kommt und wohin sie führt – sowie wie viele Ventile es entlang der Leitung gibt. So lernt man nach und nach, wie man damit umgeht.
Je nachdem, welche Position Sie innehaben – bei der Herstellung von Ammoniak ist der Automatisierungsgrad sehr hoch, und es gibt im Grunde keine körperliche Arbeit! Nun im Einzelnen nach den Aufgabenbereichen: DCS-Bedienung: Man muss die verschiedenen Bedieneroberflächen gut beherrschen. Es ist wichtig, zu wissen, wie man die Einstellungen vornimmt – das ist eine Grundvoraussetzung. Zudem muss man wissen, welche Geräte, Ventile sowie Druck- und Temperaturwerte auf welcher Oberfläche angezeigt werden – besonders in Notfällen! Man darf nicht in Panik geraten, die anderen können später nachgefüllt werden!