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“Es sind nicht die Alten, die man nicht wieder aufhelfen kann. Ein Land mit einer fünftausendjährigen Zivilisation, ein Land der Kultur seit dreitausend Jahren – und doch wird die Frage, ob man den Alten, die zu Boden gefallen sind, hilft oder nicht, zum Problem. Das ist wirklich erstaunlich. “Es sind nicht die Alten, die nicht unterstützt werden können, sondern vielmehr das Ungleichgewicht im Rechtsstaat – der nicht rechtzeitig dazu in der Lage ist, Böses zu bestrafen und Gutes zu fördern. Wie im Fall „Fu Bu Fu“ in Huainan, wo es immer wieder zu Widersprüchen kam – selbst nachdem die Polizei ihre Ermittlungsergebnisse veröffentlicht hatte, gab es weiterhin viele Fragen. Das zeigt deutlich, dass die Menschen nicht den Charakter der älteren Menschen in Frage stellen, sondern vielmehr die Gerechtigkeit des aktuellen Rechtsstaats. Vor dem Hintergrund des bereits weit verbreiteten Grundsatzes „In dubio pro reo“ ist es erstaunlich, dass die Polizei in Huainan auf der Grundlage unzureichender Beweise eine Kollision angenommen hat und den Studenten die Hauptverantwortung zuschrieb. Die öffentliche Reaktion auf diesen Vorfall ist bereits jetzt äußerst heftig. Doch die örtliche Polizei hat keine detaillierten Beweise oder Erklärungen vorgelegt. Die Medien zitierten den Weibo-Account des betroffenen Studenten Yuan Dacheng. Laut der Erklärung der Polizei vor Ort: „Es wurden verschiedene Beweise gesammelt. Ich stand dem älteren Mann am nächsten. Auch wenn er krank war und schwankte, als er ging, konnte er doch nicht einfach umfallen. Es muss also eine externe Kraft im Spiel gewesen sein – mit anderen Worten: Mein Hinterrad muss den älteren Mann berührt haben…“ Eine derart oberflächliche „Schlussfolgerung“ zur Beurteilung eines Falls mit solch großer gesellschaftlicher Bedeutung kann selbst den Betroffenen nicht überzeugen. Yuan Dacheng hat bereits um eine Überprüfung des Falles gebeten. Die Konstruktion des Fahrrads ist so, dass der vordere Teil breiter und der hintere schmaler ist. Ein Lenker mit einer Breite von fast einem Meter kann hindurchpassen, während die Hinterräder, die nur wenige Zentimeter breit sind, bereits einen älteren Menschen umwerfen können. Wie stark muss dieser Mensch dann „wanken“? ! ——Auf der Grundlage des gesunden Menschenverstands sind solche Kollisionen äußerst selten; daher sollte eine Entscheidung stets auf strengen physikalischen Beweisen beruhen. Andernfalls entsteht unweigerlich wieder eine Krise des Vertrauens, da dabei das Urteilsvermögen der Öffentlichkeit ignoriert wird. Außerdem: Auf welcher Grundlage legt die Polizei den Senioren eine „niedrigere Verantwortung“ zu? ——Ist es ein alter Mensch, der gegen die Vorschriften auf die Fahrspur gegangen ist? Wenn das so ist, dann sollte der Verstoßende die volle Verantwortung tragen! Ist auch ein schwankender Gang jetzt ein Fehler? Tragen dann nicht alle alten Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die an diesem Tag auf die Straße gehen, eine „Urschuld“? Die Zeugenaussagen in diesem Fall widersprechen sich: Einige behaupten, es habe einen Zusammenstoß gegeben, andere wiederum nicht. Da die Szene in dem kurzen Moment wohl tatsächlich nicht klar zu erkennen war, ist es wohl nicht angebracht, weiterhin auf Zeugenaussagen zu vertrauen. Stattdessen sollten belastbare Beweismittel gesammelt werden. Natürlich ist das ziemlich schwierig: Es gibt keine Aufnahmen von der Überwachungskamera, und auch im Krankenhaus konnten keine Verletzungen durch Stöße festgestellt werden… Aber man muss trotzdem alles versuchen, um Hinweise zu finden. Mit der heutigen Technologie lässt sich doch die Hose sowie das Fahrrad untersuchen – wenn dabei nicht einmal ein Faden in der Hose reißt, dann scheint das gegen die Gesetze der Mechanik zu verstoßen. Sagen Sie nicht, dass es das nicht wert ist – heute sind bereits kleine Dinge zu großen Problemen geworden, und sie bestimmen die Entscheidungen der Menschen in der Zukunft. Ob man den Schwachen hilft oder lieber das eigene Leben schont und sich von den Alten fernhält – das hängt von einem einzigen Entschluss ab. Welche Anzahl von betagten Menschen könnte durch dieses Urteil in den Tod geschickt werden? Die meisten Bürger sind der Ansicht, dass, wenn die Aussagen widersprüchlich sind und es außerdem keine physischen Beweise gibt, man gemäß dem Prinzip „In dubio pro reo“ vorgehen sollte. Begriffe wie „derjenige, der dem Alten am nächsten stand“, sind weder präzise noch im Einklang mit dem Geist des modernen Rechtsstaats. Solche Ansätze werden zweifellos zu einem Angriffspunkt gegen das Vertrauen in die Justiz. Es macht den einzelnen Älteren nichts aus, wenn sie nicht unterstützt werden können – solange das Recht dazu beiträgt, die Wahrheit aufzuklären. Es ist nicht notwendig, alle Bösen zu fassen; es genügt, wenn zumindest kein Unschuldiger zu Schaden kommt. Nur so trauen sich die Menschen wieder, Hilfe anzubieten. Was den Menschen wirklich das Gefühl gibt, dass man nichts dagegen tun kann, sind nicht die Alten, sondern das an Fehlern reiche Rechtssystem auf lokaler Ebene.
Erst wenn das Recht dafür sorgen kann, dass die Wahrheit ans Licht kommt – ohne dass alle Bösen gefasst werden müssen, aber zumindest kein Unschuldiger verurteilt wird – dann erst werden die Menschen wieder bereit sein, zu helfen. Shenzhen hat bereits entsprechende Vorschriften erlassen, aber nicht alle trauen sich, sie einzuhalten. Wenn man anderen hilft und dabei keine Probleme verursacht, ist das gut. Doch sobald Probleme entstehen, wer wird dann die Zeit und Energie ersetzen, die darauf verwendet werden müssen?
Hilfe leisten oder nicht sowie die Erstellung und Durchsetzung von sozialen Regeln sind miteinander verbunden. Derzeit werden die Politikmaßnahmen der Regierung nicht ordnungsgemäß umgesetzt – geschweige denn die Entwicklung einer zivilisatorischen Kultur an den Rändern der Gesellschaft. Um dies zu verbessern, ist mindestens die Beteiligung aller Bürger erforderlich, ebenso wie ihre Überwachung und ihre Meldungen sowie eine transparente Rechtsdurchsetzung. Kümmern Sie sich nur um das Wohl der Bevölkerung, sprechen Sie nicht über ZZ.
Hangzhou hat ebenfalls Richtlinien in diesem Bereich erlassen. . . . . . . . . . . . . .