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Kann das Vorhandensein von Schwefelwasserstoff im Zulaufgas des Kompressors zu einer Korrosion des Kompressors führen? Wie hoch ist der zulässige Gehalt an Schwefelwasserstoff im Kompressor?
Dafür müssen Bedingungen an den Hersteller des Kompressors gestellt werden, 20.000 ppm sollte kein Problem sein.
Im Allgemeinen ist es sinnlos, zu beurteilen, ob ein Kompressor der Korrosion durch H2S standhält. Der Schlüssel liegt in der Auswahl der Materialien sowie der Dichtungen bei der Konstruktion und Herstellung des Kompressors, in Ihren Betriebsbedingungen (insbesondere dem Druck) sowie in der Konzentration von H2S. Wenn man beispielsweise Maschinen aus Materialien verwendet, die gegen Wasserstoffbedingte Risse sowie gegen Schwefelbedingte Korrosion widerstandsfähig sind, dann gibt es in einem bestimmten Bereich der H2S-Partialdruckkonzentration keine Probleme. Doch bei höheren Konzentrationen ist es notwendig, Materialien aus austenitischem Edelstahl zu verwenden. Aber selbst bei austenitischem Edelstahl gibt es ein Problem mit einer Obergrenze für den Partialdruck. Die Spezifikationen des Kompressors sind nicht ganz klar, aber man kann sich bei der Auswahl des Materials an Anhang G und H der API 610 für Zentrifugalpumpen orientieren – das sollte in etwa gleich sein.
Die Betriebsbedingungen der Gaskomponenten (Druck, Temperatur, Durchfluss usw.) werden dem Kompressorhersteller mitgeteilt, der anschließend die Materialien und Dichtungen auswählt.
Der zulässige Schwefelwasserstoffgehalt des Kompressors hängt auch vom Material ab.
Der Kolbenstange des Kompressors kann aufgrund von Schwefelwasserstoffkorrosion leicht brechen; bei Konzentrationen über 2000 ppm muss in der Regel an einer Erhöhung der Materialqualität gedacht werden. Bei hohem Schwefelwasserstoffgehalt müssen Kolbenringe, Dichtungsringe usw. in Erwägung gezogen werden, auf ein verbessertes Modell umgestellt zu werden.
Gilt das auch für Zentrifugalkompressoren?