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Ich möchte Sie um Rat fragen: In der Phase der Kostenschätzung für das Projekt wurden die Preise für die Anlagenteile noch nicht ermittelt. Ich muss jetzt den Energieverbrauch berechnen und die Effizienz der Pumpen schätzen. Dabei stößt man auf ein Problem. Hier sind einige Daten zur Effizienz der Pumpen, die ich bisher verwendet habe: Die Wasserpumpe von KSB erreicht eine Effizienz von 65 %. Sie hat eine Förderhöhe von 400 Metern und einen Durchfluss von 30 Tonnen pro Stunde. Die Abwasserpumpe hat eine Förderhöhe von etwa 60 Metern und einen Durchfluss von etwa 30 Kubikmetern pro Stunde. Die Fluorkunststoff-pumpen von Rietschle haben nur eine Effizienz von 53 %. Die Schiebelagerpumpen von Blackman haben bei einem Durchfluss von 600 Litern pro Stunde und einem Druck von 5 Bar eine Effizienz von nur 34 %. Auch die Zahnradpumpen von Wilo haben bei einem Durchfluss von 500 Litern pro Stunde und einem Druck von 5 Bar nur eine Effizienz von 30 %. Das ist eine erhebliche Differenz zu den Angaben in den Büchern, wonach die Effizienz bei etwa 90 % liegen soll. Deshalb bin ich etwas verwirrt: Die Effizienz der verschiedenen Pumpen unterscheidet sich stark voneinander – es kommt selten vor, dass eine Pumpe eine Effizienz von 70 % erreicht. Die Effizienz von Lüftern hingegen ist relativ konstant und liegt meist zwischen 75 und 80 %. Ich würde gerne von Ihnen wissen, wie ich die Effizienz einer Pumpe schätzen kann, um so eine erste Schätzung des Stromverbrauchs zu erhalten. Danke
Heute Mittag habe ich mich auch mit Guanzhong Caizi vom Forum über die Effizienz von Pumpen unterhalten. Die Effizienz einer Pumpe hängt stark von der Drehzahlverhältnis der Pumpe, vom Durchfluss sowie von der Konstruktion der Pumpe (z. B. Form des Laufrads) ab. Selbst bei Pumpen derselben Serie können die Effizienzwerte je nach Hersteller unterschiedlich sein – das hängt mit der Präzision der Fertigungsprozesse zusammen. Meiner Meinung nach sollte der Verwender bei der Auswahl einer Pumpe die Effizienz der Pumpe unter gleichen Bedingungen vergleichen – beispielsweise dann, wenn verschiedene Pumpenmodelle denselben Durchfluss und dieselbe Förderhöhe erreichen können. Nur in solchen Fällen macht ein Vergleich der Effizienz Sinn. Ein Vergleich der Effizienz von Pumpen mit unterschiedlichen Leistungsmerkmalen ist hingegen sinnlos. Daher muss man die jeweiligen Betriebsbedingungen berücksichtigen, um eine Entscheidung treffen zu können.
Könnten Sie mir bitte erklären, warum die Effizienz der von mir beschriebenen Zahnradpumpe so niedrig ist – nur 30%?
Die Effizienz einer Zahnradpumpe sollte bei etwa 70%-80% liegen; bei einigen Modellen kann sie sogar bis zu 90% erreichen. Mit den 30%, von denen Sie sprechen, sind vermutlich die Systemeffizienzen gemeint. Wenn Sie beim Kauf einer Pumpe Zweifel haben, sprechen Sie unbedingt ausführlich mit dem Hersteller der Pumpe. Man sollte sich nicht ausschließlich auf die Bedienungsanleitung verlassen – Abweichungen sowie unterschiedliche Interpretationen der Texte können zu Verwirrung führen und sogar zu einem falschen Auswahlentschluss bei der Pumpe.
Ich vermute, dass die Formel für die Pumpeneffizienz, die Sie verwendet haben, falsch ist. Bei Zahnradpumpen handelt es sich um Volumenpumpen – deren Effizienz wird anders berechnet als bei Zentrifugalpumpen. Hehe
Die Effizienz der Pumpe berechne ich nicht – ich wähle einfach das Modell aus, das vom Hersteller vorgeschlagen wird.
Unterschiedliche Betriebsbedingungen, verschiedene Hersteller sowie unterschiedliche Pumpentypen – oder sogar derselbe Pumpentyp unter verschiedenen Bedingungen – können zu unterschiedlichen Effizienzwerten führen. Es gibt hier keine einheitliche Entscheidung; ich empfehle Ihnen, beim Hersteller nach den Preisen zu fragen.