Thread Content
Ein Unternehmen aus der Medizin- und Chemiebranche hatte zuvor einen COD-Wert im Abwasser von 100–150 sowie einen Ammoniakgehalt von 1–3. Um die Aktivität der Bakterien in den aeroben Becken weiter zu steigern, wurde ein biologischer Verstärker namens SD1 eingesetzt (Zusammensetzung unbekannt; der Hersteller weigert sich, Informationen über die Inhaltsstoffe preiszugeben). Täglich wurde eine Packung dieses Stoffes eingesetzt (25 kg pro Packung). Zunächst waren die Werte des Abwassers in Ordnung – auch die COD-Werte besserten sich etwas. Am 13. Tag nach der Einführung des Stoffes begannen die Werte für Ammoniak stark anzusteigen; am 15. Tag lag der Ammoniakgehalt bereits über dem zulässigen Wert. Während der Belüftungsphase waren die Farben der Blasen und des Schlamms normal. Ab dem 13. Tag wurden die Blasen sowie das Schlammwasser dunkelbraun; außerdem wurde die Schicht aus Blasen dünner. Die Wasserqualität verschlechterte sich schnell, und auch die COD-Werte stiegen stark an. Nach Beendigung der Belüftung schwamm eine dicke Schicht aus Schlamm auf der Oberfläche des Wassers. Ich frage, ob es sich um ein Vergiftungssymptom handelt? Wenn es sich um eine Vergiftung handelt, welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, um die Situation zu bereinigen?
Eine Verfärbung des Schlammes in Schwarz kann durch eine erhöhte Belüftung oder einen verstärkten Rückfluss des Schlammes vermieden werden.
Es wird angenommen, dass die Hauptbestandteile der biologischen Verstärker kleine organische Moleküle sind. Durch deren Hinzufügen erhöht sich die Kohlenstoffquelle, was zu einem Mangel an gelöstem Sauerstoff führt. Dadurch entsteht Sauerstoffmangel im Wasser, wodurch der Schlamm an die Oberfläche steigt. Zudem steigt der Ammoniakgehalt, und die Qualität des Abwassers verschlechtert sich. Es wird empfohlen, den Schlammabfluss zu erhöhen, den gelösten Sauerstoff zu steigern und den Rückfluss aus dem Zweiten Sedimentationsbecken zu verringern.
Dass das Schlammwasser schwarz wird, deutet darauf hin, dass der DO-Wert zu niedrig ist. Warum sollte man den DO-Wert also verringern?