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Das AO-Verfahren wird als anaero-bioisches Verfahren bezeichnet; man sollte verstehen, dass die Denitrifikation zum Bereich des Anaeroben gehört. Doch bei der Durchsicht von Materialien zum Anaeroben Prozess wird meist von Hydrolyse und Acidifikation sowie Methanbakterien gesprochen – das hat wenig mit der Denitrifikation zu tun. Einige Kollegen haben in anderen Unternehmen bereits Prozesse aus dem Bereich Anaerob-Nitrierung/Denitrifikation erlebt und darauf hingewiesen, dass unsere Denitrifikation nicht als anaerob zu betrachten ist, da es sich um einen hypoxischen Prozess handelt. Dennoch wird in der Theorie des Anaeroben Prozesses auf die Zufuhr von Substanzen wie Essigsäure oder Glukose hingewiesen. Da es sich doch um eine Denitrifikationsreaktion handelt, entsteht Verwirrung: Gehört der Denitrifikationsprozess tatsächlich zum Bereich des Anaeroben Prozesses? Können auch die vielen Probleme, die in der Theorie des Anaeroben Prozesses erwähnt werden, im Denitrifikationsprozess auftreten? Ich habe verstanden, dass die Denitrifikation in einem hypoxischen statt in einem anaeroben Milieu stattfindet. Ich möchte die Frage genauer formulieren: Hat der von den anaeroben Autoren beschriebene Einfluss von Sulfaten auf das Anaerobe auch während des Denitrifizierungsprozesses statt? Zum Beispiel nutzen Sulfatreduzierende Bakterien den zugeführten Glukose als Substrat, um Sulfide zu erzeugen? Meine persönliche Ansicht ist, dass bei niedrigem Gelöstem Sauerstoff im Rahmen des Denitrifizierungsprozesses (derzeit 0–0,1 mg/L) eine Reaktion stattfinden kann, bei der Sulfate in Sulfide umgewandelt werden. Falls solch eine Reaktion stattfindet, welcher Prozess findet zuerst statt – die Denitrifizierung oder die Umwandlung von Sulfaten in Sulfide?
Die Denitrifikation findet unter anaeroben Bedingungen statt – in der Regel liegt der Gehalt an gelöstem Sauerstoff zwischen 0 und 0,5. Zudem sind Bakterien, die für die Denitrifikation verantwortlich sind, sowie ausreichende Kohlenstoffquellen erforderlich.