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Moderne Abwasserbehandlungstechnologien lassen sich je nach Grad der Aufbereitung in Primär-, Sekundär- und Tertiärbehandlung einteilen. Erste Reinigungsstufe: Dabei werden hauptsächlich die festen Schadstoffe entfernt, die sich im Abwasser in suspendierter Form befinden. Physikalische Reinigungsmethoden können in der Regel nur die Anforderungen der ersten Reinigungsstufe erfüllen. Bei der ersten Reinigungsstufe können in der Regel etwa 30 % des BOD entfernt werden; dies reicht jedoch nicht aus, um die Emissionsstandards zu erfüllen. Die Erstbehandlung gehört zur Vorbereitung der Zweitbehandlung. Die zweite Reinigungsstufe dient hauptsächlich dazu, die in kolloidaler oder gelöster Form im Abwasser enthaltenen organischen Schadstoffe (BOD, COD) zu entfernen. Die Entfernungsrate kann über 90 % betragen, wodurch die organischen Schadstoffe den Emissionsstandards entsprechen. Dritte Reinigungsstufe: Weitere Behandlung von schwer abbaubaren Organismen sowie löslichen anorganischen Stoffen wie Stickstoff und Phosphor, die zu einer Überdüngung der Gewässer führen können. Zu den wichtigsten Methoden gehören die biologische Stickstoff- und Phosphatentfernung, die Koagulationssedimentation, die Sandfiltration, die Aktivkohleadsorption, der Ionenaustausch sowie die Elektroosmotik. Der gesamte Prozess besteht darin, dass das Rohabwasser zunächst durch ein grobes Gitter geleitet wird. Anschließend wird es mit einer Pumpenanlage in die Höhe gepumpt und durch ein Gitter oder einen Sandfilter geführt. Danach gelangt das Wasser in einen Sedimentationsbehälter. Das nach der Trennung von Sand und Wasser verbleibende Abwasser gelangt schließlich in einen ersten Sedimentationsbehälter. Dies ist die erste Stufe der Aufbereitung – also die physikalische Aufbereitung. Das Wasser aus dem ersten Sedimentationsbecken gelangt in die biologische Behandlungsanlage. Dabei werden sowohl die Aktivschlammmethode als auch die Biopelzmethode angewandt. Bei der Aktivschlammmethode kommen Reaktoren wie Belüftungstanks oder Oxidationskanäle zum Einsatz, während bei der Biopelzmethode Biofilter, Bioreaktoren, biologische Kontaktoxidationsverfahren sowie biologische Fluidisierbettverfahren verwendet werden. Das Wasser aus der biologischen Behandlungsanlage gelangt anschließend in das zweite Sedimentationsbecken. Das Wasser aus diesem Becken wird entweder nach Desinfektion abgeleitet oder weiter zur dritten Behandlungsebene geleitet. Mit dem Ende der ersten Behandlungsstufe ist somit die zweite Behandlungsstufe abgeschlossen. Die Tertiäre Aufbereitung umfasst die biologische Entnitrifizierung und Phosphatentfernung, die Koagulationssedimentation, die Sandfiltration, die Aktivkohleadsorption, den Ionenaustausch sowie die Elektrodialyse. Ein Teil des Schlammes aus dem Zweiten Sedimentationsbecken wird zurück in das Erste Sedimentationsbecken oder in die biologischen Behandlungsanlagen geleitet. Ein anderer Teil gelangt in das Schlammkonzentrationsbecken, von dort aus in das Schlammverdichtungsbecken. Nachdem der Schlamm entwässert und getrocknet wurde, kann er schließlich genutzt werden.
Danke an den Moderator für die Ermutigung. :Händedruck