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Analyse von Katalysatorrohstoffen: Ist ein Rohstoff mit einem hohen Austrittsanteil bei 500 °C unbedingt besser als einer mit einem geringeren Austrittsanteil?
Rohöl ist eine komplexe Mischung aus mehreren Bestandteilen, deren Siedepunkte in einem sehr weiten Bereich liegen – von Raumtemperatur bis über 500 °C. Deshalb muss Rohöl, egal ob es zur Forschung oder zur Verarbeitung verwendet werden soll, destilliert werden. Der Siedepunktbereich jedes Destillats wird als Siedebereich bezeichnet. Der Destillationsbereich bezeichnet den Temperaturbereich zwischen dem ersten Siedepunkt und dem Trockenpunkt eines Öls. Der Siedepunktbereich der Rohstoffe hat einen erheblichen Einfluss auf die Krackierleistung. Im Allgemeinen werden Rohstoffe mit hohem Siedepunkt aufgrund ihrer großen Molekülgröße leicht an der Oberfläche des Katalysators adsorbiert, wodurch die Zersetzungsreaktion schneller abläuft. Doch ab einem bestimmten Schmelzpunkt tritt aufgrund von langsamer Diffusion, schnellem Kohlenstoffablagerung auf der Oberfläche des Katalysators oder einer schlechten Vergasung das Gegenteil ein. Aber es reicht nicht aus, die Zerkleinerungseigenschaften eines Rohstoffs allein anhand seines Siedebereichs vorherzusagen, denn innerhalb desselben Siedebereichs kann die chemische Zusammensetzung verschiedener Rohstoffe stark variieren.
Es wird empfohlen, sich „Grundlagen der Raffinerietechnik“ anzusehen