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Der Nenndruck der Sauerstoffleitungen beträgt 4,0 MPa. Wie ermittelt man den Berechnungsdruck und den Betriebsdruck? Ich bitte die Experten um Rat – am besten mit Angabe der entsprechenden Quellen. Ich wäre sehr dankbar. Vielen Dank! ! ! !
Was ist dein 4.0 – der Betriebsdruck?
Es scheint, als hättest du die Reihenfolge durcheinandergebracht, Originalautor. Zuerst muss doch der Arbeitsdruck da sein
Der Entwurfsdruck beträgt in der Regel 1,5 Mal den Betriebsdruck
Im Allgemeinen muss man den Arbeitsdruck – oder genauer gesagt den maximalen Arbeitsdruck – kennen, um den Konstruktionsdruck zu bestimmen. Anschließend wird der Nenndruck anhand des Konstruktionsdrucks, der Konstruktionstemperatur sowie des Rohstoffes für die Rohre ermittelt. Es scheint jedoch, als müsste man hier in umgekehrter Reihenfolge vorgehen: Man muss zunächst auf Grundlage des Rohstoffes und der Temperatur den maximal zulässigen Arbeitsdruck bestimmen, während der tatsächliche Arbeitsdruck unbekannt bleibt. Die zweite Vorgehensweise ist sehr ungewöhnlich.
Oh, in den Zeichnungen ist der Nenndruck angegeben. Laut den Vorschriften soll der Nenndruck ≥ der Konstruktionsdruck sein, also 1,15-fach der Betriebsdruck. Ich frage mich, ob das richtig ist – könnten Sie mir bitte Rat geben?
Die Nenndruck ist ≥ der Konstruktionsdruck – das stimmt. Der Konstruktionsdruck sowie der Betriebsdruck müssen nicht unbedingt das 1,15-fache voneinander sein. In der Regel ist der Konstruktionsdruck das Ergebnis einer umfassenden Abwägung – beispielsweise werden dabei die Eigenschaften des Mediums berücksichtigt. Bei flüssigem Ammoniak spielt der Sättigungsdampfdruck eine Rolle. In der Regel liegt der Konstruktionsdruck bei mindestens 2,0 oder 2,2 MPa. Ebenso müssen die Anschlussgeräte einen Druck aushalten können, der mindestens dem Konstruktionsdruck der angeschlossenen Geräte entspricht. Zudem muss geprüft werden, ob an den Rohrleitungen Sicherheitsventile vorhanden sind und welcher Druck bei diesen Ventilen eingestellt ist… usw. Die Festlegung des Konstruktionsdrucks auf das 1,1- bis 1,2-fache des Betriebsdrucks ist lediglich ein grundlegender Richtwert. Bei den vorhandenen Plänen gibt es sicherlich Unterlagen, in denen die Eigenschaften des Mediums sowie die Betriebs- und Konstruktionsparameter angegeben sind. Suchen Sie danach – es handelt sich dabei nicht um Vermutungen.