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Kollegen sagten, sie hätten zuvor ein Projekt gehabt, bei dem Motoren mit Doppelkraftstoffantrieb aus Diesel und Erdgas zur Antrieb der Geräte verwendet wurden. Das Motormodell ist älter; dabei wird Erdgas unter Druck gesetzt und in die Zylinder eingespritzt. Der Auslassdruck liegt bei etwa 2,0 MPa, der Eingangsdruck bei etwa 0,3 MPa. In diesem Projekt zögerte der Lieferant der Erdgaskompressoren (ein Unternehmen in Europa) immer wieder damit, die Kompressoren zu liefern – mit der Begründung, dass ohne die Angaben zur Zusammensetzung des Erdgases eine Konstruktion der Kompressoren nicht möglich sei. Schließlich wurde der Liefervertrag beendet. Wie groß ist also der Einfluss der Gaskomponenten auf die Kompressoranlage? Können dazu Experten eine Stellungnahme abgeben?
Die Gaskomponenten des Kompressors bestimmen die Dichte des Mediums, wodurch das Verdichtungsverhältnis berechnet werden kann, um das geeignete Modell auszuwählen. Bei der Betrachtung der Saugtemperatur, der Abgastemperatur sowie des Materials der Kolbenstange und der Dichtungen müssen auch die Gaskomponenten berücksichtigt werden
Wenn die Gaskomponenten nicht bestimmt werden können, kann auch das Verdichtungsverhältnis nicht festgelegt werden. Wenn das Verdichtungsverhältnis nicht bekannt ist, ist es nicht möglich, die Anlage zu entwerfen
Die Gaskomponenten bestimmen den adiabatischen Index sowie den Kompressibilitätskoeffizienten. Diese beiden Parameter sind sehr wichtig, denn sie beeinflussen wiederum die Abgastemperatur, das Verdichtungsverhältnis sowie die Leistung. Zudem spielen sie eine Rolle bei der Auswahl und Berechnung des Motors – und letztendlich auch bei der Wahl des Zylinderdurchmessers sowie des Durchflussvolumens. Das wiederum beeinflusst die Auswahl des Motors. Wenn der Motor nicht festgelegt werden kann, lässt sich auch der Kostenrahmen nicht bestimmen. Deshalb sollte man davon absehen