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In jüngster Zeit haben weltweit führende Wissenschaftler, Ärzte, Investoren sowie Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik alle Kräfte eingesetzt, um gegen den Klimawandel vorzugehen und die Armut zu beseitigen. Seit Langem bringt die „Klimazone“ ständig neue Ansichten und umgangssprachliche Begriffe zum Klimawandel hervor, was manchmal zu Missverständnissen führt. Der „Klimawahnsinn“ in Frage stellen – lass uns gemeinsam den Nebel lichten und die Wahrheit erkennen! Irrtum 1: Der Klimawandel auf der Erde ist ein natürliches Phänomen. ★ ★Wahrheit: Die meisten führenden Wissenschaftler der Welt sind der Ansicht, dass der Klimawandel seit der Industriellen Revolution hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten (insbesondere durch den Verbrauch von fossilen Brennstoffen) verursacht wird – und somit über die Grenzen natürlicher Veränderungen hinausgeht. Die Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) definiert „Klimaänderung“ als jene Klimaveränderungen, die durch menschliche Aktivitäten – direkt oder indirekt – zur Veränderung der Zusammensetzung der globalen Atmosphäre führen und die nach einer angemessenen Beobachtungszeit außerhalb der natürlichen Klimaschwankungen auftreten. **Der umfassende Bericht der fünften Bewertung des IPCC zur Klimaänderung bestätigt: Es kommt weltweit zu Klimaänderungen, menschliche Aktivitäten sind die Hauptursache dafür, und dieser Einfluss nimmt weiter zu. Seit langem wird das Klima der Erde auch von natürlichen Faktoren wie Vulkanausbrüchen, Meeresströmungen, der Erdumlaufbahn und der Sonnentätigkeit beeinflusst. Daher ist der Klimawandel auf der Erde, den wir heute beobachten, das Ergebnis einer Kombination aus menschlichen Aktivitäten und natürlichen Prozessen. Fehler 2: Als Treibhausgase werden in der Regel nur Kohlendioxid genannt. ★ ★ ★Wahrheit: Zu den Treibhausgasen gehört nicht nur Kohlendioxid, sondern auch Methan (CH4), Dinitrogenmonoxid (N2O), Ozon (O3) sowie Fluorkohlenwasserstoffe (HFCs). Schadstoffe sind Gase in der Atmosphäre, die den Treibhauseffekt verursachen. Übermäßige Treibhausgase führen dazu, dass die Atmosphäre zu viel Infrarotstrahlung aufnimmt. Dadurch steigt die durchschnittliche Temperatur der Erde stetig an. Dies wiederum verursacht eine Reihe von Folgen – wie den Anstieg des Meeresspiegels, das Schmelzen der Gletscher sowie häufige extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Sturmfluten, Dürren und heftige Regenfälle. All das stört die natürlichen Gesetzmäßigkeiten der Natur. Fehler 3: Klimawandel ist gleich globale Erwärmung – ein häufiger Irrtum. ★ ★ ★Wahrheit: Die globale Erwärmung ist eine der Erscheinungsformen des Klimawandels. Klimawandel ist ein Sammelbegriff, der Veränderungen in regionalen oder globalen Wettermustern umfasst. Dazu gehören Veränderungen der Temperatur und Feuchtigkeit, ein Anstieg der Häufigkeit extremer Wetterlagen, sowie Veränderungen in den Niederschlagsmustern, die zu Dürren oder Überschwemmungen führen können, oder eine Zunahme der Stärke von Hurrikans. Die globale Erwärmung bezieht sich jedoch hauptsächlich auf den anhaltenden Anstieg der Temperatur an der Erdoberfläche und die damit verbundenen Auswirkungen (wie das Schmelzen der Gletscher). Es ist eine der Erscheinungsformen des durch menschliche Aktivitäten verursachten Klimawandels. Fehler 4: Der Treibhauseffekt hat sicherlich negative Auswirkungen auf die Erde. Häufig angegebene Bewertung: ★ ★ Wahrheit: Der Treibhauseffekt ist ein natürliches Phänomen. Eine angemessene Menge an Treibhausgasen sorgt dafür, dass die Erde eine Temperatur behält, die für das Leben von Lebewesen geeignet ist – ähnlich wie in einem Gewächshaus. Natürlicherweise entstehende Treibhausgase halten die Wärmeenergie wie eine Decke fest und verhindern so, dass sie von der Erde abgegeben werden kann. Ohne den Treibhauseffekt würde die Oberflächentemperatur der Erde auf minus 18 °C sinken – zu kalt, um für einige Lebewesen überlebbar zu sein. Die Atmosphäre ist wie ein Gewächshaus, das mit Glas bedeckt ist – sie hält die Erde bei etwa 15 °C und schafft so eine günstige Umgebung für die Entstehung und das Wachstum von Leben. Allerdings können überschüssige Treibhausgase dazu führen, dass die Erdoberfläche zu schnell aufwärmt oder eine zu hohe Temperatur erreicht – was den Menschen enorme Kosten verursacht. Fehler 5: Der Klimawandel wird durch den Effekt der Wärmeinseln verursacht – das ist ein weit verbreiteter Irrtum. ★ ★Wahrheit: Zwar führt der Effekt der Wärmeinseln dazu, dass die Temperaturen in Städten steigen, doch nehmen Städte nur einen relativ kleinen Anteil an der Erdoberfläche ein. Daher haben sie nur einen geringen Einfluss auf den Klimawandel. Der Heat-Island-Effekt ist ein lokales Mikroklimaphänomen in einer Stadt. Insgesamt ist die Temperatur in der Stadt, egal ob vor oder nach Sonnenaufgang, höher als in den umliegenden Gebieten. Dieser Temperaturunterschied entsteht hauptsächlich durch die Wärmespeicherung des Sonnenlichts in den hohen Gebäuden der Städte, durch die warme Luft, die von den Klimaanlagen in diesen Gebäuden abgegeben wird, sowie durch den geringeren Verdampfungsdruck infolge des Baumfällens. Allerdings leben mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, und diese verbrauchen direkt oder indirekt den größten Teil der Energie. Daher sind Städte auch die Hauptquellen für die Emissionen von Treibhausgasen. Viele große Städte liegen außerdem in Küstengebieten und sind anfällig für extreme Phänomene, die durch Klimaveränderungen verursacht werden. Daher ist eine kohlenstoffarme Stadtentwicklung äußerst wichtig. Fehler 6: Die Kohlenstoffspeicher auf der Erde seien ausschließlich Wälder. Wahrheit: Neben Wäldern sind auch Ozeane sowie fossile Energieträger wie Kohle und Öl Kohlenstoffspeicher. Kohlenstoffspeicher sind natürliche oder künstliche „Lager“, die in der Lage sind, Kohlenwasserstoffe – insbesondere Kohlendioxid – unbegrenzt anzusammeln und zu speichern. Wälder sind eine der wichtigsten Kohlenstoffspeicher mit einer enormen Menge an gespeichertem Kohlenstoff. Sobald Wälder durch Abholzung oder landwirtschaftliche Nutzung zerstört werden, gelangen große Mengen an Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen in die Atmosphäre, was zum Treibhauseffekt führt. Neben den Waldressourcen sind auch die Ozeane und fossile Energien wertvolle Kohlenstoffspeicher. Fehler 7: Die übermäßige Emission von Treibhausgasen resultiert aus Fehlern bei der Stromerzeugung. Häufigkeit: ★ ★ ★ Wahrheit: Es gibt zahlreiche direkte und indirekte Quellen für die Emission von Treibhausgasen. Die globale Stromerzeugungsindustrie ist der größte „Schuldige“ für den Klimawandel. Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen – insbesondere Kohle – zur Erzeugung von Elektrizität hat einen größeren Einfluss auf die Atmosphäre als jede andere menschliche Tätigkeit. Doch zu den direkten Kohlenstoffemittenten gehören nicht nur die Stromerzeugung und der Verkehr, sondern auch die Industrie, die Fertigungsindustrie, die Landwirtschaft und sogar der Dienstleistungssektor. Zum Beispiel führen Prozesse in der Landwirtschaft wie das Verbrennen von Wiesen, der Einsatz von Düngemitteln und die Behandlung von Gülle zur Freisetzung von Treibhausgasen. Fehler 8: INDC ist ein gängiger Indikator für die endgültigen Pläne der Länder zur Bewältigung des Klimawandels. ★ ★ ★Wahrheit: INDC steht für **Intended Nationally Determined Contributions** – das sind von den Ländern auf der Grundlage ihrer eigenen nationalen Verhältnisse festgelegte Ziele, die zeigen, welche Verantwortung sie tragen und welche Maßnahmen sie ergreifen müssen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Aber das ist noch nicht die endgültige Lösung – vom „Vorplan“ bis zu einem vertraglich bindenden Verhandlungsergebnis ist ein Prozess der Verhandlungen und Beratungen erforderlich. Im Rahmen der Bewertung müssen die INDC der einzelnen Länder geprüft werden, um festzustellen, ob sie den wissenschaftlichen Anforderungen bei der Bekämpfung des Klimawandels entsprechen und ob sie die in der Konvention festgelegten Grundsätze der Gerechtigkeit berücksichtigen. Letztendlich soll das Ergebnis dieses Prozesses Ende 2015 in den Klimaverhandlungen in Paris in einer bestimmten rechtlichen Form festgelegt werden. Fehler 9: Der Klimawandel hat nur geringe Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Häufigkeit: ★ ★ ★ Wahrheit: Letzte Woche veröffentlichte die angesehene medizinische Fachzeitschrift „The Lancet“ einen aktuellen Sonderbericht, in dem darauf hingewiesen wird, dass der Klimawandel eine „ernsthafte Bedrohung“ für die menschliche Gesundheit darstellt. Die Entwicklung sowie der Gesundheitszustand der Menschen könnten aufgrund dieser „medizinischen Notlage“ um 50 Jahre zurückgehen. Laut dem Bericht ist die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürren und Stürme eine direkte Auswirkung des Klimawandels auf die Gesundheit ; Indirekte Auswirkungen resultieren aus Veränderungen in den Mustern der Infektionskrankheiten, Luftverschmutzung, Lebensmittelsicherheit und Mangelernährung, unfreiwilliger Migration sowie Konflikten. Gleichzeitig weist der Bericht ausdrücklich darauf hin, dass die Lösung des Klimaproblems in diesem Jahrhundert eine „größte Chance“ für die menschliche Gesundheit darstellt. Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels werden dazu beitragen, Krankheiten zu verringern, die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel zu stärken, Armut und Ungleichheit zu beseitigen sowie die vielen Nachteile des bisherigen Entwicklungsmodells zu vermeiden, das auf stark verschmutzenden und emissionsintensiven fossilen Brennstoffen beruhte. Fehler 10: Die individuellen Konsumentscheidungen haben nichts mit dem Klimawandel zu tun. Häufigkeit: ★ ★ ★ ★ ★ Wahrheit: Tatsächlich sind die Lebensgewohnheiten jedes Einzelnen – einschließlich der Bedürfnisse nach Energie, Wasser, Nahrung und anderen Ressourcen – entscheidende Faktoren, die den Energieverbrauch sowie den Klimawandel beeinflussen. In unserem Leben entstehen durch das Anschalten von Lichtern, den Gebrauch von Klimaanlagen, das Fahren mit Autos oder Flugzeugen usw. Treibhausgase – was wiederum eine „Kohlenstoffspur“ in der Umwelt hinterlässt. Je größer die Fußspuren, desto mehr Treibhausgase werden durch Ihre Aktivitäten in die Atmosphäre freigesetzt. Jeder hat einen anderen Kohlenstofffußabdruck, aber wir alle sind in der Lage, ihn zu verringern. Zum Beispiel ist der Kauf von saisonalen Gemüsesorten eine kohlenstoffarme Wahl. Die außerhalb der Saison auf dem Markt angebotenen Gemüsesorten werden in der Regel mit Gewächshaustechnologie angebaut, was zusätzliche Energie und Infrastruktur erfordert und die Emissionen von Treibhausgasen erhöht.