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In jüngster Zeit kam es zu zahlreichen Unfällen im Zusammenhang mit Arbeiten in begrenzten Räumen. Die **Bundesbehörde für Arbeitssicherheit** hat die typischen Unfälle aus diesem Jahr zusammengefasst, die daraus gezogenen Lehren analysiert und grundlegende Sicherheitshinweise gegeben. **Die Generalverwaltung für Sicherheitsaufsicht ist der Ansicht, dass zwar einige der betreffenden Unfälle keine besonders schwerwiegenden Unfälle waren, die Ursachen dieser Unfälle jedoch sehr typisch sind und daraus wichtige Lehren gezogen werden können. Häufig treten Probleme wie unangemessenes Design, unzureichende Ausbildung sowie unsachgemäße Reaktionen in Notfällen auf – das sollte zur Vorsicht anregen. **Die Generalverwaltung für Sicherheitsaufsicht fordert die betroffenen lokalen Behörden und Einrichtungen auf, sicherzustellen, dass die Unternehmen das Genehmigungsverfahren für Arbeiten in begrenzten Räumen konsequent einhalten. Zudem sollen umfassende Sicherheitsschulungen durchgeführt werden, damit die Arbeiter über die notwendigen Kenntnisse bezüglich der Sicherheit bei solchen Arbeiten sowie über Methoden zur Notfallbehandlung verfügen. Dadurch soll verhindert werden, dass Rettungsmaßnahmen blindlings durchgeführt werden. **Die Generalverwaltung für Sicherheitsaufsicht ruft die gesamte Gesellschaft auf, die Lehren aus den Unfällen gründlich zu ziehen, um ähnliche Unfälle in Zukunft zu verhindern. Der größere Vergiftungsunfall in Hainan am 18. März – Ein typischer Unfall: Am 18. März führte das Unternehmen Weilin Rubber Company in der Stadt Danzhou in der Provinz Hainan Arbeiten zur Reinigung der Abwasserbecken für Gummiprodukte durch. Ein Mitarbeiter fiel plötzlich im Abwasserbecken in Ohnmacht. Zwei weitere Mitarbeiter sowie der Leiter des Unternehmens eilten herbei, um dem Mann zu helfen. Dadurch erlitten letztendlich drei Personen einen Vergiftungstod. Lektionsanalyse: Unternehmen haben ein falsches Verständnis von begrenzten Räumen und sind der Ansicht, dass offene Becken keine begrenzten Räume darstellen und daher auch nicht zu Vergiftungen führen können. Das Unternehmen hat seine Mitarbeiter nicht in Bezug auf die Sicherheit bei Arbeiten in begrenzten Räumen geschult. Die Mitarbeiter haben kein Bewusstsein für die Sicherheitsrisiken bei solchen Arbeiten, kennen die Gefahr von Vergiftungen und Erstickungen in begrenzten Räumen nicht und greifen auch zu keinerlei Maßnahmen wie Belüftung, Überwachung oder Schutz, bevor sie in solche Räume gehen. Grundlagen der sicheren Arbeit: Unter begrenzten Räumen versteht man Räume, die geschlossen oder teilweise geschlossen sind und in denen die natürliche Belüftung unzureichend ist. In solchen Räumen können leicht giftige, schädliche sowie brennbare und explosive Gase angesammelt werden. Dadurch können Vergiftungen, Brände oder Explosionen auftreten. Zudem kann aufgrund eines zu geringen Sauerstoffgehalts Erstickungsgefahr entstehen. Beim Arbeiten in begrenzten Räumen wie Abwasserbecken, Fäulnisbecken, Fermentierbecken, Einlegemittelbecken, Kanälen oder Gruben kann das giftige Schwefelwasserstoffgas, das sich dort ansammelt oder durch die Arbeiten freigesetzt wird, zu Vergiftungserscheinungen führen – sogar zum Tod innerhalb weniger Sekunden. Mitarbeiter von Unternehmen müssen vor der Ausführung von Arbeiten in begrenzten Räumen eine spezielle Ausbildung erhalten, um die Anforderungen an sicheres Arbeiten in solchen Räumen zu kennen. Ohne Ausbildung und ohne geeignete Schutzmaßnahmen haben Mitarbeiter das Recht, Arbeiten in begrenzten Räumen abzulehnen. Großer Vergiftungsunfall in Yunnan am 14.1.: Typischer Unfallverlauf: Am 14. Januar um 21:20 Uhr beauftragte der stellvertretende Leiter der Verarbeitungshallen der Yunnan Honghe Jinkē Zuckerindustrie GmbH fünf Arbeiter damit, die Sirupbehälter Nummer 7 und 8 im fünften Stock zu reinigen. Um 21:46 Uhr betrat ein Arbeiter den Behälter Nummer 7 mit dem Sirup. Als er sich bückte, um mit der Arbeit zu beginnen, brach er zusammen. Die Anwesenden riefen per Funk um Hilfe. Elf Arbeiter in der Nähe kamen ihm zur Hilfe. Infolgedessen starben 4 Personen, 2 Personen erlitten eine mittelschwere Vergiftung und 6 Personen eine leichte Vergiftung. Analyse der Lektionen: Bei Arbeiten in begrenzten Räumen hat das Unternehmen kein Genehmigungsverfahren für solche Arbeiten eingeführt, es wurden keine Risiken in diesen Räumen im Voraus ermittelt, und es wurden keine gezielten Präventionsmaßnahmen gegen diese Risiken ergriffen. Dadurch kam es zu Unfällen, und versuche, diese Unfälle blind zu beseitigen, führten zu weiteren Verletzungen. Grundlagen der sicheren Arbeit: Unternehmen müssen für Arbeiten in begrenzten Räumen ein Genehmigungsverfahren einführen und die Sicherheitsbedingungen für solche Arbeiten einzeln überprüfen. Bevor ein Unternehmen Arbeiten in begrenzten Räumen durchführt, muss es die Risiken identifizieren, die vorhandenen gefährlichen Faktoren analysieren, Maßnahmen zur Beseitigung oder Kontrolle dieser Gefahren festlegen sowie einen Plan für die Arbeiten in begrenzten Räumen erstellen. Dieser Plan muss anschließend von dem Leiter des Unternehmens genehmigt werden. Bei Arbeiten in begrenzten Räumen muss strikt das Prinzip „Zuerst Belüftung, dann Messung, anschließend Arbeit“ eingehalten werden. Arbeiten in begrenzten Räumen gelten als arbeitsbedingte Hochrisikotätigkeiten. Unternehmen müssen gemäß den geltenden Vorschriften die notwendige Ausrüstung für Messungen, Belüftung und Schutz bereitstellen sowie Sicherheitswarnzeichen in diesen Räumen anbringen, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten. Vergiftungsunfall in Hunan am 28. August – Ein typischer Unfall: Am Morgen des 28. August gegen 11 Uhr musste das Unternehmen Anxiang Zhongxin Paper Industry Co., Ltd. in der Stadt Changde in der Provinz Hunan während der heißen Jahreszeit die Produktion vorübergehend einstellen, um sie wieder aufzunehmen. Währenddessen wurde ein Arbeiter beim Aufräumen von Abfällen im Pappbehälter vergiftet und fiel dort bewusstlos hin. Der Unternehmensleiter sowie weitere 7 Arbeiter versuchten, ihm zu helfen, indem sie ebenfalls in den Behälter stiegen – doch auch sie wurden vergiftet. Insgesamt kamen 7 Menschen ums Leben, 2 erlitten schwere Verletzungen. Analyse der Lektionen: Das Unternehmen hat seine Mitarbeiter nicht in Bezug auf die Sicherheitsanforderungen bei Arbeiten in begrenzten Räumen sowie in Bezug auf Notfallmaßnahmen geschult. Zudem wurden am Arbeitsort keine Notfallausrüstungen bereitgestellt. Im Falle eines Unfalls nahmen die Anwesenden keine Schutzmaßnahmen ein und betraten blindlings die begrenzten Räume, um zu retten – was zum Tod der Retter führte. In den überwiegenden Fällen von Unfällen in begrenzten Räumen führt das blindlings durchgeführte Rettungswerk dazu, dass die Zahl der Opfer zunimmt. Grundlagen der sicheren Arbeit: Sollte im Zuge von Arbeiten in begrenzten Räumen ein Unfall eintreten, müssen die Anwesenden umgehend die Polizei rufen. Es ist verboten, blindlings Rettungsmaßnahmen zu ergreifen. Rettungskräfte müssen sich selbst schützen und die notwendigen Atemschutzgeräte sowie Rettungsausrüstungen tragen. Unternehmen sollten Notfallpläne für Unfälle in begrenzten Räumen entwickeln und regelmäßig Notfallübungen durchführen, um ihre Fähigkeit zur schnellen Reaktion zu verbessern und so zu verhindern, dass blindes Eingreifen zu weiteren Opfern führt. Erstickungsunfall in Hubei am 14.10.: Typischer Unfall: Um 16:50 Uhr am 14. Oktober ereignete sich bei der Blauer Himmel United Gas Co., Ltd. im Landkreis Xishui in der Stadt Huanggang in der Provinz Hubei ein Erstickungsunfall durch Stickstoff. Dabei kamen 3 Menschen ums Leben. Lernanalyse: Die Anlagenkonstruktion ist unangemessen, die Abgasrohre für überschüssigen Stickstoff führen in einen Graben – dies stellt ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Aufgrund mangelnder Regelungen für den Umgang mit eingeschränkten Räumen erstickte ein Reparateur, als er die Abdeckung eines Grabens öffnete, um Wasser zu holen. Die unangemessene Erstversorgung vor Ort sowie das blinden Retten führten zur Ausweitung des Unfalls. Grundlagen der sicheren Arbeit: Wenn Menschen hohe Konzentrationen an Stickstoff einatmen, kann es zu Sauerstoffmangel und Erstickung kommen. Dadurch wird man schnell bewusstlos – und stirbt schließlich aufgrund des Stillstands von Atmung und Herzschlag. In der Chemieindustrie (**Chemikalienunternehmen**) ist es strengstens verboten, ohne Genehmigung Arbeiten wie das Entzünden von Flammen, den Zutritt zu eingeschränkten Bereichen, Arbeiten in großen Höhen, Hebevorgänge, den temporären Einsatz von Elektrizität, Erdarbeiten, Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie das Öffnen und Schließen von Abdeckplatten durchzuführen. Vergiftungsunfall in Jiangsu am 19.10.: Typischer Unfall: Um 14:40 Uhr am 19. Oktober ereignete sich in der Methanolfabrik der SOPH Group in der Stadt Zhenjiang in der Provinz Jiangsu ein Kohlenmonoxid-Vergiftungsunfall, als Mitarbeiter dabei waren, den Filter im Vakuumkühlsystem zu reinigen. Drei Arbeiter kamen dabei ums Leben. Lektionsanalyse: Die betroffene Anlage war nicht vollständig abgeschirmt, wodurch giftige Gase wie Kohlenmonoxid eindringen konnten. Dadurch erlitten 3 Personen einen Vergiftungstod. Grundlagen der sicheren Arbeit: Kohlenmonoxid ist ein giftiges Gas. Bei kurzzeitigem Kontakt in hohen Konzentrationen kann es zum Tod führen. Zudem kann es sich mit Luft vermischen und explosionsgefährlich werden. Die Explosionsgrenze liegt bei 12,5 % bis 74,2 %. Bevor man in begrenzte Räume von Chemieanlagen vordringt, müssen diese vollständig abgeschlossen und gründlich gereinigt sowie entlüftet werden. Es muss nicht nur der Sauerstoffgehalt im begrenzten Raum quantitativ gemessen werden, sondern auch der Gehalt an giftigen und schädlichen Gasen sowie an brennbaren Gasen muss analysiert werden. Erst nach Bestätigung der Einhaltung dieser Voraussetzungen darf mit den Arbeiten begonnen werden.