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Frage 1: Im SIS-Schaltkreis werden Sensoren in der Form von 1oo2 (oder 2oo3) eingesetzt. Allerdings handelt es sich dabei um gewöhnliche Sensoren, die keine SIL-Zertifizierung aufweisen. Können solche Sensoren den Anforderungen des SIL2-Niveaus für den Schaltkreis entsprechen? Frage 2: Bei Aktoren wie Schalventilen – wenn man nur ein einziges Schalventil verwendet, aber zwei Elektromagnete zur Steuerung einsetzt (1oo2) – ist es dann möglich, einen Schalventil-Modus im 1oo2-Format zu realisieren? (Muss man die Fehler im Mechanismus der Ventile nicht berücksichtigen?) (Alles oben Genannte berücksichtigt nicht die Zuverlässigkeit des Systems, sondern nur seine Sicherheit.)
Erste Frage: Ja, bei 2003 kann man SIL3 erreichen. Zweite Frage: Redundante Ventile können den Sicherheitsgrad der Ventilgruppe nur begrenzt verbessern; sie können den Sicherheitsgrad der Steuerventile nicht erhöhen.
1. Der Hersteller muss einige Daten liefern, um PFDavg zu berechnen
Die Erfüllung der SIL-Klasse muss sowohl hinsichtlich des Puffers gegen Hardwarefehler als auch bezüglich der Wahrscheinlichkeit von Fehlern in den SIS-Schaltungen berücksichtigt werden. Wenn wir von Feldgeräten der Kategorien 1oo2 und 2oo3 sprechen, dann erfüllen diese zwar die Anforderungen für SIL2 oder SIL3 – doch das gilt nur im Hinblick auf den Puffer gegen Hardwarefehler. Tatsächlich hängt der Sicherheitspuffer gegen Hardwarefehler auch vom Sicherheitsgrad des Geräts selbst ab. Daher ist das keine absolute Voraussetzung. Neben der Fehlertoleranz des Hardwares muss auch die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls der Hardware im gesamten Schaltkreis bewertet werden, was wir üblicherweise als SIS-Schaltkreisberechnung bezeichnen.