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Wie verläuft der Prozess der trockenen Rauchgasentstickung in einem Schwefelbadsreaktor bei mittlerer Temperatur?
Der Prozess der trockenen Schwefelentfernung aus Rauchgasen in einem Zirkulationsfluidisierbett bei mittlerer Temperatur ist ein typischer Gas-Schüttgut-Reaktionsprozess. Das Rauchgas gelangt über eine Verteilplatte in das Zirkulationsfluidisierbett und kommt zunächst in Kontakt mit dem Schüttgut im dichten Schichtbereich. Der größte Teil des Materials in dieser Schicht besteht aus Schwefelentfernungsprodukten, die bereits bis zu einem bestimmten Grad reagiert haben, sowie aus dem kürzlich zugeführten Schwefelentfernungsmittel. Während SO2 im Rauchgas physisch an das Material im Bett gebunden wird, findet auch eine chemische Adsorption statt. SO2 diffundiert von der Oberfläche in das Innere des Schwefelentfernungsmittels, wodurch eine Schwefelentfernungsreaktion stattfindet. Mit dem Aufstieg des Rauchgases sinken sowohl die Konzentration von SO2 als auch die Konzentration des Schüttguts. Das SO2 im Rauchgas reagiert weiterhin mit den wirksamen Bestandteilen des Schüttguts. Aufgrund der Eigenschaften des Zirkulationsbetts fallen einige Partikel des Schüttguts wieder nach unten und kommen so in Kontakt mit dem gegenstromig fließenden Rauchgas. Durch die Fortsetzung der Schwefelentfernungsreaktion sinkt die Konzentration von SO2, und die Reaktionsgeschwindigkeit verringert sich. Das Rauchgas tritt durch den Ausgang des Betts in einen Tornadoseparator ein, wo eine Trennung von Gas und Schüttgut erfolgt. Anschließend gelangen das Rauchgas sowie das mitgeführte Schüttgut in einen Stofffilter. Die sehr feinen Partikel werden dort gefangen, während das Rauchgas das System verlässt.