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Zu den Fragen zur Wartung von Hochspannungsmotoren

2015-11-26View Original

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Bei unseren 10-KV-Hochspannungsmotoren gilt seit ungefähr einer Weile die Vorschrift, dass sie jährlich gewartet werden müssen. Die Wartung wird in der Regel von externen Dienstleistern durchgeführt – dabei werden hauptsächlich Lager ausgetauscht, Staub entfernt und die Isolierung überprüft. Doch nach der Wartung weisen die meisten Motoren eine erhöhte Vibration auf. Einige Motoren können hingegen nicht zur Wartung abgeholt werden; sie funktionieren problemlos auch nach etwa 10 Jahren weiter. Wie handhabt ihr Kollegen solche Motoren?
Reply #22015-11-26
Es gibt keinen Begriff für eine regelmäßige Überprüfung. Zudem kann es dazu kommen, dass der Außenring der Lager beschädigt wird, wenn sie zu oft überprüft werden. In der Regel reicht eine regelmäßige Schmierung aus; bei Bedarf sollte man den Isolationszustand überprüfen.
Reply #32015-11-26
Ich habe auch das Gefühl, dass man sich unnötig Arbeit macht, aber welche Wartungsarbeiten müssen an Hochspannungsmotoren eigentlich regelmäßig durchgeführt werden – wie zum Beispiel die Überprüfung der Isolierung oder der Spannungstoleranz?
Reply #42015-11-26
Diese Situation ist sehr häufig – auch in unserer Firma kommt sie vor. Später haben wir uns an Fachleute für Motoren gewandt. Ihre Ansicht war, dass selbst bei Motoren mit Rollenlagern während des Transports eine Befestigungsmöglichkeit für den Achsen erforderlich ist, um die Achse fest zu fixieren. Andernfalls können während des Transports aufgrund der Spielräume in den Lagern sowie der Bewegung des Fahrzeugs leichte Bewegungen zwischen den Innen- und Außenringen der Lager sowie den Kugeln entstehen. Dadurch entstehen sogenannte „falsche Brinell-Eindrücke“. Bei der Messung der Vibrationen führt dies zu einer zu hohen Beschleunigung. Dieses Problem kann durch das Auftragen von Schmierstoff gelöst werden – man kann auch einen Schmierstoff mit höherer Viskosität verwenden. Nach dem Demontieren sind auf dem Innen- oder Außenring des Lagers gleichmäßig verteilte axiale Spuren zu erkennen. Diese Aussage habe ich selbst erlebt und bestätige sie (nach der Reparatur eines Motors trat nach etwa 10 Minuten Betrieb ein ähnliches Heulen auf, begleitet von hoher Beschleunigung; das Auftragen von Schmierfett konnte dies lindern. Bei der Demontage wurden gleichmäßig angeordnete axiale Eindrücke auf dem Außenring des NU-Lagers auf der Antriebsseite festgestellt; damals ging man davon aus, dass es sich um einen Montagefehler handelte – der Außenring wurde ohne Abkühlen des Innenrings eingebaut). Allerdings habe ich das nicht selbst überprüft (die Motoren in der Fabrik werden vom Elektrodepartment betreut).

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