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Muss die Kommunikationsverbindung zwischen dem explosionsgeschützten Touchscreen von Siemens und der PLC im Sicherheitsbereich isoliert werden? Ist das notwendig? Gibt es klare, beschriebene Explosionsschutzvorschriften?
Da es sich um ein explosionsgeschütztes Display handelt, bedeutet das, dass es nicht explodieren kann; daher ist keine Kommunikationsisolation erforderlich.
Können Touchscreens eine intrinsische Sicherheit gegen Explosionen gewährleisten? Das höre ich zum ersten Mal. Könnte der OP bitte das Modell nennen?
Die Siemens TP700 der Smart-Serie – alle Modelle mit einem Durchmesser von 12 Zoll oder weniger – sind explosionssicher nach intrinsischer Sicherheit.
Ist es eine intrinsisch sichere Ausführung, so schreibt die Norm vor, dass zwischen der intrinsisch sicheren und der nicht-intrinsisch sicheren Ausführung ein intrinsisch sicheres Kopplungsgerät erforderlich ist, beispielsweise ein Sicherheitsgateway. Aber bei den Touchscreens von Siemens scheinen es alle „N“-Typ zu sein, daher sind sie nicht notwendig.
Falsch. Die Produkte der TP1200-Serie von Siemens sind funkenfrei und können in Zone 2 mit explosionsgeschützten Bereichen verwendet werden. Sie dürfen jedoch nicht in Zone 1 sowie in sicherheitsgerechten Umgebungen eingesetzt werden. Machen Sie bitte keine Fehler – lassen Sie sich auch nicht von den Lieferanten täuschen.
Die XY800-Serie von explosionsgeschützten Touchscreens ist eine explosionsgeschützte Mensch-Maschine-Schnittstelle, die über einen Touchscreen bedient wird. Das Produkt verwendet einen 32-Bit-RISC-Prozessor sowie ein reduziertes LINUX-Kernmodul. Es kann verschiedene True-Color-Grafikformate anzeigen. Die hervorragende Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie die umfangreichen Softwarefunktionen erfüllen die Anforderungen der meisten Nutzer. Die explosionsgeschützten Touchscreens der XY800-Serie verfügen über kundenorientierte Funktionen wie direkte Online-Simulation, indirekte Online-Simulation, einen großen Speicherplatz für konfigurierbare Benutzerprogramme sowie Makrobefehle, die mit der Standard-C-Sprache kompatibel sind. Dadurch können Funktionen wie die Datenerfassung vor Ort, Berechnungen und Steuerungen schnell und effizient ausgeführt werden. Die explosionsgeschützte Mensch-Maschine-Schnittstelle vom Typ XY800 ermöglicht eine direkte Kommunikation mit den meisten PLCs. Zudem kann sie die in der Industrie sehr verbreiteten Feldbussprotokolle Profibus-DP/CAN nutzen, wodurch ein einfacher Datenaustausch mit den angeschlossenen Geräten möglich ist. Sie wird häufig in Bereichen wie Ölindustrie, Chemieindustrie, Textilindustrie, Pharmaindustrie, Metallverarbeitung und Energiegewinnung eingesetzt – also in Umgebungen, in denen es zu Explosionsgefahren durch Gase oder Staub kommen kann – zur Automatisierung von Maschinen und Anlagen. Anwendungsbereich 1. Geeignet für gefährliche Bereiche der Zone 1 und Zone 2 mit explosionsfähigen Gasen ; 2. Geeignet für explosionsgefährdete Bereiche der Klassen IIA, IIB und IIC ; 3. Geeignet für Zonen 20, 21 und 22 mit brennbarem Staub ; 4. Geeignet für Umgebungen mit Temperaturklassen T1–T6 ; 5. Dieses Produkt eignet sich für Einsatz in Fabriken der Petrochemie, auf Offshore-Bohrplattformen, in der Metallverarbeitung, Pharmaindustrie, Leichtindustrie, Textilindustrie, Brauereien, Farb- und Lackherstellung, Biotechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik sowie in **Anlagen usw.** ; **Hardware-Leistung**
**Anzeige:** 7“, 8“, 10,4“, 12,1“ und 15“ TFT-LCD-Bildschirme
**Auflösung:**
– 7“: 800×480
– 8“/10,4“: 800×600
– 12,1“/15“: 1024×768
**Farben:** 65.536 Farben
**Helligkeit:** >300 cd/m²
**Hintergrundbeleuchtung:** LED
**Lebensdauer des LCDs:** 50.000 Stunden
**CPU:** 32-Bit-Prozessor mit 400 MHz; RISC-Architektur, Typ ARM926EJ
**Speicher:**
– 128 MB Flash-Speicher
– 64 MB DDR2-DRAM
**RTC:** Integrierter Echtzeituhr
**Ethernet:**
– 7“: Nicht verfügbar / nach Kundenwunsch konfigurierbar
– 8“/10,4“/12,1“/15“: Standardmäßig vorhanden
**USB-Anschlüsse:**
– 1× USB-Host-Anschluss 1.1: Unterstützt USB-Sticks (Programme werden automatisch heruntergeladen)
– 1× USB-Device-Anschluss 2.0: Unterstützt das Herunterladen von Programmen
**Möglichkeiten zum Programmherunterladen:** Über USB-Host-, USB-Device-, RS232- oder RJ45-Anschluss
**Serielle Kommunikationsanschlüsse:**
– COM0/COM1: RS232/RS485/RS422
– COM2: RS232
– COM3: RS232
– COM0 und COM2 sind optisch isolierte Anschlüsse.
**Umgebungsbedingungen:**
– Betriebstemperatur: –20 bis 60 °C
– Lagertemperatur: –30 bis 80 °C
– Luftfeuchtigkeit: 10 bis 90 % rel. Feuchte (ohne Kondensation)
**Elektrische Spezifikationen:** Achtung! Falls die Eingangsspannung außerhalb des zulässigen Bereichs liegt oder die Plus- und Minuspole vertauscht werden, kann das Produkt beschädigt werden. Nennleistung: max. 5 W, maximal 15 W. Nennspannung: DC 24 V; Betriebsspannungsbereich: DC 18 V bis 32 V. Stromversorgungsschutz: Verwendung eines isolierten Netzteilmoduls mit Blitz- und Überspannungsschutz. Unterbrechungen der Stromversorgung sind zulässig
Ich fasse es hier zusammen. Siemens-Touchscreens sind in der Regel explosionsgeschützt vom Typ n. Die n-Typ-Explosionsschutzlösung gehört, genau wie der intrinsisch sichere und der druckfeste Explosionsschutz, zu den Arten des Explosionsschutzes. Der Typ n kann im Allgemeinen nur in Zone II verwendet werden – mit Ausnahme des Typs nl (der mittlerweile in die Kategorie „intrinsisch sicher“ eingeordnet wurde). Daher können die Touchscreens von Siemens (die meisten davon) nur in Zone II eingesetzt werden, nicht aber in Zone I. Abschließend danke ich allen für ihre Antworten – ich habe viel davon profitiert.
Die explosionsgeschützten Bereiche werden als Zone 1, Zone 2 oder Bereich 1, Bereich 2 bezeichnet. I und II dienen zur Kennzeichnung der Gerätekategorien: Geräte der Kategorie I sind explosionsgeschützte Geräte, die in Kohlebergwerken eingesetzt werden; Geräte der Kategorie II sind explosionsgeschützte Geräte, die in nicht-kohlehaltigen Umgebungen, also in Fabriken, verwendet werden.