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Neun wichtige Punkte bei der Wartung von Messinstrumenten: 1. Wenn man den Ohm-Messbereich des Multimeters verwendet, darf man auf keinen Fall unter Strom messen. 2. Beim Einsatz eines Logik-Pens oder Oszilloskops zur Signalprüfung ist darauf zu achten, dass die Probe nicht gleichzeitig zwei Messpins berührt – denn in diesem Fall entsteht im Grunde ein Kurzschluss unter Spannung. 3. Beim Prüfen der Filterkondensatoren im Netzteil sollte zunächst die positive und negative Elektrode des Elektrolytkondensators kurzgeschlossen werden. Dabei darf man nicht die Messleitungen verwenden, um den Kondensator zu entladen – denn dadurch kann das Innere des Kondensators beschädigt werden. Man kann eine 220-V-, 60–100-W-Lampe mit Lampenfassung und Anschlussleitungen nehmen, diese an die beiden Enden des Kondensators anschließen – im Moment der Entladung wird die Glühbirne aufleuchten. 4. Bei der Reparatur von Instrumentenfehlern in feuchter Umgebung ist es notwendig, mit einem Multimeter zu prüfen, ob die Verbindungen auf der Leiterplatte intakt sind. Der Hauptfehler in solchen Fällen ist nämlich die Korrosion des Kupferblechs. 5. Bei der Überprüfung der internen Schaltungen eines Messgeräts: Falls die Anschlusspunkte der Bauteile sowie die Leiterplatte mit Isolierlack beschichtet sind, kann man zum Messen der Parameter an den jeweiligen Punkten eine gewöhnliche Nähnadel an die Messspitzen des Multimeters befestigen. Dadurch lässt sich die Lackschicht durchdringen, sodass eine direkte Messung möglich ist – ohne dass die Lackschicht über einen großen Bereich entfernt werden muss. 6. Stecken Sie verschiedene Kontrollplatinen und Stecker nicht unter Strom ein oder aus. Denn beim Einschalten des Stroms erzeugt das Ein- und Ausstecken der Steuerplatine eine starke induzierte Spannung. Zu diesem Zeitpunkt ist die momentane Gegenspannung sehr hoch, wodurch die entsprechende Steuerplatine sowie der Stecker leicht beschädigt werden können. 7. Beim Reparieren sollte man nicht blindlings herumklopfen und -drücken, um einen größeren Defekt zu vermeiden; sonst wird das Gerät durch die Reparatur nur noch schlechter. 8. Bei dem Demontieren oder Einstellen der Instrumente sollte ihre ursprüngliche Position aufgezeichnet werden, damit sie wieder hergestellt werden können. 9. Bei der Reparatur von präzisen Messinstrumenten sollte man, falls kleine Teile unbeabsichtigt wegfliegen, zunächst abschätzen, wohin sie wohl gefallen sein könnten. Man sollte nicht wild herumsuchen – stattdessen kann man Magnete sowie visuelle Methoden zur Suche einsetzen. Kurz gesagt, bei der Wartung von Messgeräten muss man zunächst die grundlegenden Prinzipien dieser Geräte verstehen sowie Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Elektronik beherrschen. Zudem sollten alle technischen Unterlagen wie Bedienanleitungen und Zeichnungen bereitstehen. Außerdem ist es wichtig, gute Arbeitsqualitäten zu entwickeln, um die Effizienz bei der Wartung der Messgeräte zu steigern und Fehler zu vermeiden.