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Woher stammt Phosphatkesselstein und wie ist seine grundlegende Beschaffenheit?
In Systemen mit zyklischer Kühlwassernutzung werden Polyphosphate als Korrosionsinhibitoren oder Verkalkungshemmer eingesetzt. Im Wasser hydrolysieren die Polyphosphate zu Orthophosphaten, wodurch Phosphationen im Wasser entstehen. Diese binden sich an Kalziumionen und führen zur Bildung von Calciumphosphat, das eine sehr geringe Löslichkeit aufweist und sich an der Oberfläche des Substrats ablagert. So entsteht Kalkablagerung aus Calciumphosphat. Dieser Kalkablagerung beeinträchtigt die Wärmeübertragung und lässt sich nur schwer entfernen. Daher muss bei Kreislaufkühlwassersystemen, in denen Polyphosphatzusätze verwendet werden, auf die Bildung von Kalziumphosphat-Kesselstein geachtet werden. (Kesselstein aus Phosphaten erscheint grauweiß und hat eine eher lockere Struktur. Kesselstein, der nur aus Carbonaten und Phosphaten besteht, ist ebenfalls grauweiß. Das liegt daran, dass Apatit grau ist. Enthalten die Ablagerungen außerdem Korrosionsprodukte, so sind sie graurot oder rotbraun.) Wenn ein Oxidationsmittel zum Kessel oder zum Speisewasser hinzugefügt wird, ist die Farbe des Kesselschlamms meist grauschwarz
Kalksteinablagerungen entstehen an Stellen, an denen die Anlage erwärmt wird und das Arbeitsmedium Wasser konzentriert ist. Dort, wo die Erwärmung am stärksten ist, sind die Ablagerungen am ausgeprägtesten. Grundlegende Eigenschaften von Karbonatkesselstein: Karbonatkesselstein erscheint weiß oder grauweiß. Wenn das Gerät korrodiert ist, nimmt es die Farbe der Korrosionsprodukte an. Bei reichlich Sauerstoff bestehen die Korrosionsprodukte hauptsächlich aus Eisen(III)-oxid; der Schmutz ist dann rosa oder rot gefärbt ; Bei unzureichender Sauerstoffversorgung bestehen die Korrosionsprodukte hauptsächlich aus Magnetit; der Kesselstein ist grauweiß oder graubraun. Kalksteinablagerungen aus Kohlensäure sind hart und brüchig, haften fest und lassen sich nur schwer ablösen oder abschaben. In der Natur gibt es Carbonate in vielen Formen und Zusammensetzungen; dem entsprechen auch die Carbonatablagerungen. Wasserstein ähnelt Marmor; seine Bruchflächen sind körnig. Wenn er dick ist und außerdem mit Korrosionsprodukten oder anderen Verunreinigungen durchsetzt ist, kann man an den Bruchflächen eine schichtweise Ablagerung erkennen.