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Wie muss man Drucktransmitter und Manometer nach der Installation kalibrieren? Können Sie das bitte detailliert erklären? Falls es relevante Materialien gibt, können Sie diese gerne empfehlen. Danke!
1. Bei den gängigen importierten intelligenten Drucktransmittern gibt es im Allgemeinen keine größeren Probleme. Falls es sich um einen bestimmten Protokolltyp handelt, kann man ihn mithilfe des entsprechenden Handbediengeräts vergleichen.
2. Falls nicht, muss der Transmitter ausgebaut werden; anschließend erfolgt der Vergleich mit einer Druckkalibrierpumpe sowie einem Referenzmessgerät. Bei einigen Transmittern kann es zu sogenannten „weichen Fehlern“ kommen, wenn die Betriebstemperatur des Mediums nicht zur Temperaturtoleranz des Transmitters passt. In der Kalibrierung funktionieren sie dann zwar einwandfrei, vor Ort versagen sie jedoch (insbesondere bei niedrigen oder hohen Temperaturen)
Die Justierung des Drucksensors nach der Installation umfasst die Einstellung des Nullpunkts sowie des maximalen Messbereichs. Die Einstellung auf Null erfolgt, wenn kein Medium fließt – dabei unterscheiden sich die Vorgehensweisen je nach Hersteller; dazu ist die Bedienungsanleitung zu konsultieren. Der maximale Messbereich hängt vom oberen Messwert des zu messenden Mediums ab. In der Regel sollte der maximale Druck des zu messenden Mediums nicht mehr als 70 % des maximalen Messbereichs betragen. Die genauen Vorgehensweisen können je nach Hersteller unterschiedlich sein; hierfür ist ebenfalls die Bedienungsanleitung zu konsultieren. Zudem muss der Messbereich des Drucksensors mit dem des DCS-Systems übereinstimmen
Der Drucktransmitter wird gemäß der JJG 882-2004 „Prüfverfahren für Drucktransmitter“ kalibriert. Das Manometer wird gemäß der JJG 52-2013 „Prüfverfahren für allgemeine Manometer mit elastischen Elementen, Druck-Vakuum-Messgeräte und Vakuummessgeräte“ kalibriert.
In der Regel werden Drucktransmitter und Manometer nach der Kalibrierung installiert. Bei Differenzdrucktransmittern sowie Mikrodrucktransmittern und Mikromanometern mittlerer und kleiner Messbereiche kann es nach der Installation zu Veränderungen des Nullpunkts kommen; in diesem Fall muss der Nullpunkt einfach wieder auf Null eingestellt werden; Die Auswirkungen auf Mittel- und Hochdruck-Transmitter sowie Druckmessgeräte nach der Installation sind vernachlässigbar; sie können direkt in Betrieb genommen werden.
Der Thread-Ersteller meint wohl die regelmäßige Kalibrierung nach einer gewissen Nutzungsdauer im Online-Betrieb. Gemäß den Prüfvorschriften wird zunächst ein Zeitplan erstellt – in der Regel etwa einmal pro Jahr. Bei wichtigen Komponenten, wie beispielsweise den Druckmessgeräten an Kesseln oder an Vorrichtungen zur Ventilkalibrierung, müssen diese in der Regel zur zertifizierten Prüfung an übergeordnete Behörden gesendet werden; der Prüfzyklus beträgt dabei meist etwa sechs Monate. Andere Messgeräte, die nicht unter die Pflichtkalibrierung fallen, können in der eigenen Einrichtung nach einem selbst erstellten Kalibrierstandard kalibriert werden. Dazu kann man Kalibriergeräte wie Druckkalibrierstände oder Standard-Signalgeneratoren kaufen. Nach Genehmigung durch die zuständige Oberbehörde ist es möglich, die Geräte in der eigenen Kalibrierwerkstatt zu kalibrieren.