Thread Content
Ich möchte Sie um Rat fragen: In letzter Zeit hat sich die Art des Kohleverbrauchs geändert – der Ascheschmelzpunkt ist gesunken und die Menge an Kalkstein, der zugesetzt wird, ist geringer geworden. Zudem gibt es Schwankungen im Druck am Schlackenauslass, abhängig vom Flüssigkeitsspiegel im Vergasungsofen. Der CO-Gehalt im Synthesegas steigt, während der CO2-Gehalt sinkt. Könnte das daran liegen, dass der Schlackenauslass verstopft ist? Wenn der Flüssigkeitsspiegel gesenkt wird, sollte der Druck wieder sinken.
Der Flüssigkeitsstand sinkt, wodurch der Widerstand des Fluids für den Gasfluss abnimmt. Dadurch ändert sich auch der Druckunterschied. In der Regel hängt die Veränderung des CO-Gehalts von der Ofentemperatur ab. Wenn jedoch der Abflusskanal verstopft ist, steigt das CO-Gehalt ungewöhnlich an
Die Ofentemperatur ist wahrscheinlich zu niedrig. Nur bei großen Schwankungen des Druckunterschieds am Schlackenauslass kommt es zu einem Schlackenstau.
Im Forum habe ich gelesen, dass ein verstopfter Auslass den Verweilzeitraum des Gases beeinträchtigt. Genauer gesagt: Wenn der Auslass verstopft ist, wird die Strahlungszone kürzer – dadurch entsteht weniger Kohlendioxid. Der Verweilzeitraum im Rohrleitungsbereich hingegen verlängert sich, wodurch die Zeit für die Reduktionsreaktionen zunimmt. Infolgedessen entsteht mehr Kohlenmonoxid. ”Ist das sicher?
Die Frage des Poster ist typisch für Schwankungen am Schlackenauslass, die durch zu niedrige Betriebstemperaturen verursacht werden. Solche Schwankungen am Schlackenauslass führen wiederum zu Schwankungen in der Zusammensetzung sowie im Flüssigkeitsspiegel.
Der Druckunterschied am Schlackenauslass nimmt zu – der Schlackenauslass wird kleiner. Der Prozentsatz der Rückströmung erhöht sich. Das CO2, das zurückströmt, reagiert mit dem Kohlepulver und erzeugt so mehr CO
CO2 (bereits im Reaktionsprozess entstanden) + C (der unveränderte Kohlenstoffanteil im Braunkohle, der später zu Schlacke oder Asche wird) = 2CO – Ist das in Ordnung?