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Ein Anfänger tritt gerade in die Ventilbranche ein. Nachdem man sich mit den feststehenden Ballventilen und den schwebenden Ballventilen vertraut gemacht hat, stellt sich folgende Frage: Wenn bei einem feststehenden Ballventil die Durchflussmenge zu hoch ist, wird der Federmechanismus am Auslass ständig belastet. Mit der Zeit kann die Feder beschädigt werden oder nicht mehr ausreichend drücken – führt das dann dazu, dass es leicht zu Leckagen am Auslass kommt? Ebenso gilt das für Schwebekugelventile: Wenn die Kugel durch den Druck des Fluids gegen den Ausgangsventilsitz gedrückt wird, ist dann die Abdichtung gegenüber dem Eingangsventilsitz in gewissem Maße nicht mehr ausreichend? Kann das auch zu Leckagen führen, zwischen Kugel und Ventilkörper? Danke!
Die Dichtungsspringe am Ausgangsende der feststehenden Ballventile werden nicht durch Erschütterungen beeinflusst – darum müssen Sie sich keine Sorgen machen. Der schwimmende Ball sorgt bereits für eine feste Abdichtung am Ausgangsende. Es ist möglich, dass die Flüssigkeit in den Ventilraum gelangt, aber wenn das Design gut ist, wird die Abdichtungsfläche am Eingangsende nicht lose werden. Zudem gelangt während des Öffnens und Schließens der Ventile auf jeden Fall Flüssigkeit in den Ventilraum – daher beeinträchtigt das den Betrieb des Ventils nicht.
Danke. Zu Ihrer Antwort verstehe ich eines nicht ganz: Der Sitz der festen Ballventile ist schwebend und wird durch einen Springen auf der Rückseite gegen die Kugel gedrückt, um eine Abdichtung zu erzeugen. Wenn das Durchflussvolumen groß genug ist, führt das doch dazu, dass der Springen am Ausgang des Ventils belastet wird, oder? Danke.
Der Sitz der Kugelventil wird nicht direkt vom Medium beeinflusst – er befindet sich schließlich hinter der Kugel
Wenn die feste Kugelventil in geschlossenem Zustand ist, ist die Leitung ebenfalls geschlossen – das Medium kann somit nicht gegen die Federn des Auslassventils drücken. Wenn die Kugel offen ist, drückt das Medium ebenfalls nicht gegen die Federn des Ventils. In den kurzen Momenten, in denen die Leitung gerade geöffnet oder geschlossen wird, kommt es zu erheblichen Schwankungen im Druck in der Leitung. Im geschlossenen oder offenen Zustand gibt es hingegen kaum Schwankungen im Druck. Selbst wenn das Medium gegen die Federn drückt, werden diese nicht beschädigt – solange die Deformation der Federn innerhalb ihrer elastischen Grenzen bleibt. Was Sie bezüglich eines zu geringen Anpressdrucks erwähnen, tritt ebenfalls nicht auf. Sowohl bei festen als auch bei schwebenden Kugelventilen wird in der Regel ein Voranpressdruck erzeugt. Bei festen Kugelventilen erfolgt dieser Voranpressdruck durch Federn, damit das Ventil auch bei niedrigem Druck noch dicht bleibt. Bei schwebenden Kugelventilen wird der Voranpressdruck entweder durch die Anpassung der Dämpfungselemente oder durch Feder hinter dem Ventilsitz erzeugt. Unter dem Druck des Mediums wird die Kugel des schwebenden Kugelventils gegen den Auslassventilsitz gedrückt, wodurch eine Abdichtung erreicht wird. Solange der Ventilsitz keine plastische Deformation aufweist, desto besser ist die Abdichtungseigenschaft bei höherem Druck des einströmenden Mediums. Egal ob es sich um feste Ballventile oder schwimmende Ballventile handelt – die Anwendung einer Vorspannkraft dient dazu, bei niedrigem Druck eine Dichtheit zu gewährleisten