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Vor dem Ende des 19. Jahrhunderts nutzten die Raffinerien der Welt hauptsächlich batchweise oder kontinuierliche Destillationsmethoden, um vorwiegend Kerosin für Beleuchtungszwecke herzustellen. Angetrieben von der Entwicklung der Automobilindustrie wurde im Jahr 1913 die Verfahrenstechnik der flüssigen Kracking-Prozesse industrialisiert. Dadurch konnte es zur thermischen Zersetzung von Öldestillaten kommen, wodurch mehr Benzin gewonnen werden konnte. Im Jahr 1930 wurde eine Anlage zur Verarbeitung von Rohöl in Leichtöle und Erdölkohle in Betrieb genommen. Im Jahr 1936 wurde die Prozesstechnik der katalytischen Kracking in Festbettanlagen industrialisiert – das war eine bedeutende Durchbruch für die Entwicklung der Raffinerieindustrie. Später kamen nacheinander die Fluidbett-Katalysatorcracker-Anlagen (1942) sowie die Schubbett-Katalysatorcracker-Anlagen (1943) auf. Im Jahr 1949 wurde die Prozessmethode der katalytischen Reformierung in einem festen Bett erfolgreich entwickelt. Danach folgten die Verfahren der katalytischen Reformierung in einem fluidisierten Bett (1952) sowie in einem beweglichen Bett (1955). Im Jahr 1959 wurde in den Vereinigten Staaten die erste Anlage zur Hydrokracking-Verarbeitung in Betrieb genommen. In den 60er Jahren kamen Katalysatoren für die katalytische Kracking-Prozesse mit Molekularsieben auf den Markt. Die moderne Raffinerietechnologie entwickelt sich stetig weiter. Da das verfügbare Rohöl immer schwerer und von schlechterer Qualität wird, wurden neue Verfahren zur Umwandlung von schwefelhaltigem Schweröl sowie Verfahren zur Herstellung von saubereren Ölen entwickelt. Dabei konnten Verfahren wie S-Zorb und ISOTHERMING erfolgreich umgesetzt werden. Derzeit werden in den entwickelten Ländern schrittweise die Technologien zur Herstellung von sauberen Ölen durch Schwefelentfernung, sowie Technologien für die saubere Raffination von Öl und Technologien zur Errichtung neuer Raffinerien oder zur Erweiterung bestehender Raffinerien weiterentwickelt ; Angesichts der hohen Schwankungen der Rohölpreise rückt die Technologie zur Steigerung der Leichtölausbeute erneut in den Fokus. Kokung, katalytische Zerkleinerung von Schweröl sowie Hydrogenisierung von Schweröl werden zunehmend zu den wichtigsten Technologien bei der weiteren Verarbeitung von Schweröl. Die Gaserzeugungstechnologie findet gute Anwendung bei der Verarbeitung von Schweröl. Prozesse wie die Hydrogenisierung von Schweröl in Schwingbettanlagen oder in Suspensionsbettanlagen sind bereits in der Industrie im Einsatz. Zudem werden Technologien zur Desulfurisierung des Rohstoffs für die katalytische Zerkleinerung, zur Hydrogenisierung oder Adsorptionsdesulfurisierung von Benzin, zur Erhöhung des Oktanzahls von Benzin, zur Desulfurisierung von Diesel sowie zur Entaromatisierung von Diesel eingesetzt – all das sind Technologien zur Herstellung saubererer Kraftstoffe. Technologien wie die katalytische Kracking-Verfahren zur Erzeugung großer Mengen an Kohlenwasserstoffen mit niedrigem Kohlenstoffgehalt, Technologien zur katalytischen Reformierung zur Steigerung der Produktion von leichten Aromaten sowie Hydrokracking-Verfahren zur Erhöhung der Ethylenproduktion tragen durch den gegenseitigen Austausch von Rohstoffen aus der Raffinerie- und Petrochemieindustrie sowie durch die Energienutzung zu einer höheren Ausbeute an wertvollen Produkten in den Raffinerien bei.
Derzeit befindet sich die Ölindustrie in einer schwierigen Situation, was dazu führt, dass nach Prozessen gesucht wird, bei denen die Kosten geringer sind und die Technologien weiter entwickelt sind. Gleichzeitig sucht die ganze Welt nach Ressourcen, die das Öl ersetzen können. Vielleicht wird in 10 Jahren die Ölverarbeitungsindustrie nur noch der downstream-chemischen Industrie dienen······