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Welche praktischen Schwierigkeiten gibt es? Ich hoffe, die erfahrenen Kollegen aus der Produktion können mir dabei weiterhelfen
Hilf mir mal – wird bei den Raffinerien die Menge an Neutralisiermitteln (Amine oder Ammoniak) je nach Online- oder Offline-Ph-Messung angepasst? Und wie wird dabei die genaue Menge bestimmt?
Für Injektionslösungen wird in der Regel eine Dosierpumpe verwendet, um den Durchfluss manuell zu regulieren.
Als Neutralisator werden in der Regel Ammoniak oder Natriumhydroxid verwendet. Natürlich ist auch die Verwendung von Aminen möglich – doch das ist etwas verschwenderisch. Ich denke, eine geschlossene Regelung ist durchaus möglich – pH-Messer sind bereits sehr ausgereift, und bei regelmäßiger Wartung liefern sie immer noch genaue Messwerte. Amine werden als Korrosionsinhibitoren verwendet. Um eine Schleifensteuerung zu ermöglichen, ist die Verwendung von Korrosionssonden notwendig. Ich halte eine Schleifensteuerung für nicht unbedingt notwendig – außerdem birgt sie Risiken. Die Menge an Korrosionsinhibitor sollte etwas höher sein; beispielsweise reichen 5 PPP-Einheiten aus, um den Eisengehalt unter 3 zu halten. In der Praxis sollten jedoch 10–15 PPM verwendet werden.
Tatsächlich ist es schwierig, die Zähmstoffe automatisch zu steuern, denn die durch die vorhandenen Sensoren erfassten Schwankungen sind recht groß und schwer kontrollierbar. Die Fe-Ionen werden außerdem nur einmal pro Woche überwacht – dadurch ist es schwierig, die Menge an Zähmstoffen entsprechend anzupassen. Bei dem pH-Wert scheint hingegen eine Steuerung möglich zu sein. Doch bei den tatsächlichen Produkten gibt es immer wieder verschiedene Probleme. Warum also ist eine Schleifensteuerung unnötig? Welche großen Probleme könnten bei einer vollautomatischen Steuerung auftreten?
Ziel der Schleifensteuerung ist die Kontrolle am Rand, um bei gleichzeitiger Vermeidung von Korrosion die geringstmögliche Menge an Inhibitor zu verwenden. Dadurch verringert sich der Kontrollspielraum und das Risiko steigt. Um eine Schleifensteuerung zu erreichen und gleichzeitig die Risiken zu verringern, sind gute Messgeräte erforderlich. Der zusätzliche Kostenaufwand durch die Verwendung von 5 PPM mehr des Stoffes muss mit den Kosten für die Messgeräte verglichen werden – es ist nicht unbedingt sparsam.
Es scheint derzeit so, dass es ohne die Möglichkeit zur Online-Überwachung der Fe-Ionen schwierig ist, den Korrosionsratenverlauf allein durch die Überwachung mit Sensoren zu ermitteln. Ich frage mich, ob man die Zufuhr von Ammoniak und Wasser automatisieren könnte – das wäre sicherlich genauer als die manuelle Steuerung. Außerdem könnte man die Dosierpumpen so einstellen, dass sie manuell bedient werden können. Auf diese Weise könnte man die Online- und Offline-Steuerung miteinander kombinieren. Ich frage mich, ob es möglich ist, die Menge des zugeführten Wassers präziser zu steuern. Wenn man beispielsweise die Temperatur des Wassers auf 80–90 Grad erhöht, könnte das die Korrosion verlangsamen und die Bereiche, in denen Korrosion auftritt, auf einen bestimmten Bereich innerhalb der Rohre beschränken
Die Zufuhr von Ammoniak ist für eine geschlossene Steuerung in der Anlage unerlässlich; zu viel davon führt zur Emulgierung, zu wenig hingegen zur Korrosion. Es muss genau richtig dosiert werden. Es ist doch nicht notwendig, die Wassertemperatur zu erhöhen – Korrosionshemmer sollen schließlich eine Schutzschicht bilden. Die Wassertemperatur liegt ohnehin unter dem Taupunkt. Ich bin mir wirklich nicht sicher bezüglich dieser Frage. Ich muss darüber nachdenken.