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Ich habe kürzlich ein Problem gehabt! ! ! Für den Argon-Schweißen von 16MnDR – welches Schweißdraht wird verwendet? Eine Ansicht besagt: ER50-6 reicht aus, sofern die Schweißprüfung bei -40 Grad durchgeführt werden kann. Eine andere Aussage: Diejenigen, die gegen den Einsatz von ER50-6 plädieren und stattdessen das Schweißdrahtmaterial ER55-C1 verwenden wollen, argumentieren, dass selbst bei einer Schweißtemperatur von -40 Grad ER50-6 nicht verwendet werden sollte – schließlich reicht die Einsatztemperatur für ER50-6 nur bis zu -30 Grad.
Diesen Beitrag hat zuletzt HanShanJieShui am 11.01.2016 um 21:58 bearbeitet. Sehr interessant. Zunächst sollte man sich den üblichen Betriebstemperaturbereich des Produkts ansehen – das ist im Grunde die Designtemperatur. Wenn diese über -30 °C liegt, wäre der Einsatz von 16MnDR etwas übertrieben. Die Wahl des Schweißzusatzwerkstoffs ER50-6 ist in diesem Fall kein Problem. Falls die Temperatur jedoch unter -40 °C liegt, wäre die Verwendung von ER50-6 etwas riskant; besser wäre es, darauf zu verzichten. Zwar könnten die Stoßwerte im Schweißgut sowie im Wärmeeinflussbereich bei -40 °C ebenfalls den Anforderungen entsprechen, doch der Gehalt an Verunreinigungen ist höher und die Zähigkeit geringer als bei 16MnDR. Außerdem stellen nur sehr wenige Hersteller Produkte für solche Temperaturen her – kaum jemand tut das. Aber würden Sie das glauben? Immerhin ist der Anteil an Verunreinigungen dort hoch. Man kann Draht vom Typ ER50-G wählen – das ist die vom Käufer und Verkäufer vereinbarte Lieferart. Auch die Zusammensetzung sowie die Eigenschaften des Drahtes können verhandelt werden, beispielsweise der Anteil an Verunreinigungen oder die Zähigkeit bei Temperaturen von -40 °C. Auf dem Markt ist dieser Drahttyp ebenfalls erhältlich – es genügt, alles zu besprechen und eine entsprechende Zertifikatsbescheinigung anzufordern. Wählen Sie ER55-C1 – er weist eine höhere Festigkeit als ER50 auf. Das verstößt in der Regel nicht gegen die Standards, denn diese besagen, dass die mechanischen Eigenschaften des Schweißnahtbereichs mindestens denen des Grundmaterials entsprechen müssen. In der Praxis wird das auch oft so gemacht, aber nicht zu hoch. Außerdem ist dieses Schweißdrahtmaterial in der Regel etwas teurer.