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Kürzlich lag der Ammoniakgehalt im Abwasser des AO-Behälters außerhalb der zulässigen Werte. Deshalb haben wir die Menge des zugeführten Wassers verringert; ansonsten wurde nichts geändert. Dadurch sank der Ammoniakgehalt im Abwasser allmählich. Ich möchte gerne wissen, wie das funktioniert: Steigt die Verweildauer, erhöht sich dadurch die Effizienz bei der Entfernung von Ammoniak? Oder liegt es daran, dass durch eine höhere innere Rückflussrate die Effizienz bei der Ammoniakentfernung gesteigert wird? Lösen
Welches Wasser soll bearbeitet werden? Konkrete Prozessparameter?
Die Voraussetzungen für die biologische Stickstoffentfernung sind ausreichendes gelöstes Sauerstoffangebot, eine ausreichend lange Verweildauer des Schlammes, um das Wachstum und die Vermehrung der Nitrifizierbakterien zu gewährleisten, sowie niedrige Konzentrationen an organischem Material.
Die Menge des zugeführten Wassers wurde verringert. Dadurch stiegen die Werte von DO sowie die Verweildauer der Schlammteilchen an. Zudem sank die Konzentration an organischen Stoffen. All das sind Bedingungen, die einer biologischen Stickstoffentfernung zugutekommen – daher sank auch der Gehalt an Ammoniakstickstoff; Außerdem verringert sich bei einer geringeren Wassermenge auch die Gesamtmenge an Ammoniakstickstoff, der ins System gelangt. Bei unveränderter Entfernungseffizienz sinkt somit auch der Ammoniakstickstoffgehalt im Abwasser.