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COS im Flüssiggas – das Problem des Carbonylschwefels

2016-01-17View Original

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Wer hat sich systematisch mit dem Carbonylschwefel COS in Flüssiggas befasst – entsteht er im Zuge der katalytischen Kracking-Prozesse oder bei der Koksherstellung? Wie kann man ihn reduzieren bzw. entfernen?
Reply #22016-01-17
Sie entstehen alle, können mit einer speziellen Cos-Hydrolyse-Methode entfernt werden – das Verfahren ist bereits weit entwickelt. Bei der Alkalibehandlung kann nur teilweise entfernt werden.
Reply #32016-01-17
Es entsteht in jedem Fall etwas. Die üblichen Desulfurisierungsmittel derzeit – wie Methyldiethanolamin (MDEA) – können den größten Teil davon entfernen
Reply #42016-01-18
Sowohl in katalysiertem als auch in gekräuseltem Flüssiggas ist es enthalten; MDEA und alkalische Extraktion können nur einen Teil davon entfernen. Aufgrund des niedrigen Siedepunkts gelangt es im Allgemeinen während des anschließenden Prozesses der Verflüssigung hauptsächlich in die C3-Komponente. Derzeit gibt es zwei Entfernungsmethoden: die einstufige Methode (Adsorptionsentfernung) und die zweistufige Methode (Hydrolyse + Schwefelentfernung). Alle können auf unter 0,1 ppm reduziert werden. Unser Unternehmen verfügt über entsprechende Produkte und technische Lösungen. Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an mich wenden. qq3797236
Reply #52016-01-18
COS kann durch Hydrolyse entfernt werden, oder auch mithilfe der Fasermembran-Kontaktortechnik mit einer alkalischen Lösung.
Reply #62016-01-19
COS ist in den bei der Wasserstoffisierungsprozess entstehenden Gasen in größeren Mengen vorhanden. Es wird hauptsächlich durch DIPA entfernt. Eine weitere Methode besteht darin, eine Hydrolysereaktion einzusetzen, wodurch Schwefelwasserstoff entsteht, der anschließend mit Aminalösungen entfernt wird. Auch dies ist eine Methode zur alkalifreien Raffination von Flüssiggas.
Reply #72016-01-19
Desulfurierungsmittel (Methyldiethanolamin MDEA) können in der Regel nur Schwefeldioxid aus Flüssiggas entfernen. Schwefelverbindungen hingegen müssen mithilfe von Katalysatoren zur Entfernung gebracht werden
Reply #82016-01-19
Die gängige Methode zur Entfernung von H2S ist die Alkoholamin-Adsorptionsmethode. Dabei wird eine schwache organische Base (Aminalösung) als Adsorptionsmittel verwendet. Im Desulfurisiererturm findet ein Gegenstromkontakt statt – dadurch werden das H2S sowie ein Teil des CO2 aus dem Flüssiggas von der Aminalösung aufgenommen, wodurch das Flüssiggas gereinigt wird. Die Aufnahme von H2S und CO2 durch die Aminalösung ist ein reversibler Prozess. Die mit H2S und CO2 angereicherte Aminalösung kann unter niedrigem Druck durch Erwärmung wieder aufgespalten werden, wodurch H2S und CO2 freigesetzt werden. Durch diese reversible Reaktion kann die Aminalösung im Regenerierungsturm wieder verwendet werden – dabei entsteht eine „arme“ Lösung. Der dabei entstehende saure Gasstrom mit H2S und CO2 wird aus dem System abgeleitet. Die „arme“ Lösung wird anschließend erneut als Adsorptionsmittel eingesetzt. Der Prozess zur Entschwefelung von Flüssiggas erfolgt ohne Verwendung von Alkalien. Das Flüssiggas, aus dem H2S entfernt werden soll, wird in einen Festbettreaktor geleitet. Dort findet unter Einwirkung des Katalysators eine Oxidationsreaktion statt – wodurch die Thiolverbindungen in Disulfide umgewandelt werden. Diese Disulfide bleiben im Flüssiggas gelöst und verlassen so das Gerät. (PS: Wir waschen das Flüssiggas heutzutage kaum mit Laugen, überhaupt nicht – ich denke, der erste Schritt reicht aus.)
Reply #92016-01-31
Danke für eure Fürsorge! Ich mache weiterhin gute Arbeit!

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