Thread Content
Die gelesenen Literaturbeiträge gehen nur oberflächlich darauf ein – wie wird das eigentlich in der Praxis umgesetzt?
Zum Beispiel bei der Einführung des Zutrittsmaterials: Man kann ein theoretisches Plateau auswählen, dessen Zusammensetzung der Flüssigphase am ähnlichsten zur Zusammensetzung des Zutrittsmaterials ist – dieses Plateau kann dann als Einführungsplateau verwendet werden. Natürlich ermöglicht das Aspen-Tool eine Sensitivitätsanalyse: Dabei wird die Position des Einführungsports als Variable und die Konzentration der Destillationsphase als abhängige Größe herangezogen, um herauszufinden, welches Plateau am besten geeignet ist.
Ja, die Sensitivitätsanalyse kann die optimale Zuführplatte ermitteln, und es gibt bereits Beispiele dafür. Aber wie soll man die Unterbrechung des Zyklus sowie die Positionen der Eingänge und Ausgänge des Streckturms festlegen? Der tatsächliche Aufbau des Druckturms ist bereits bekannt. Ich möchte eine Vor-Ort-Simulation durchführen, doch da ich bisher noch keine Erfahrung mit solchen Prozessen habe, treten verschiedene Probleme auf. Ich hoffe, der Moderator kann mir dabei helfen. Vielen Dank!
Die Verfahren zur Entlastung und Reduzierung des Drucks wurden noch nie angewandt – es sieht ziemlich kompliziert aus. Aber der Grundsatz sollte wohl derselbe sein. Was die mittlere Zirkulation sowie die Destillationskolonne angeht, so verstehe ich ihre Funktionen nicht ganz. Wenn man sich jedoch das Beispiel der Nebenprodukte ansieht: Zuerst wird ohne Nebenprodukte simuliert, anschließend wird die Struktur der einzelnen Platten innerhalb der Kolonne betrachtet. Danach kann man die gewünschte Konzentration der Nebenprodukte festlegen und erneut simulieren. Natürlich ändern sich die Ergebnisse, wenn es Nebenprodukte gibt – man muss diese dann entsprechend anpassen